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As-Salt zum Weltkulturerbe ernannt

Am 27. Juli 2021 nahm das UNESCO-Komitee die Stadt As-Salt in die Liste des Weltkulturerbes auf und nannte sie einen "Ort der Toleranz und der urbanen Gastfreundschaft".

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Die auf drei eng beieinander liegenden Hügeln im Balqa-Hochland im westlichen Zentraljordanien gelegene Stadt As-Salt war eine wichtige Handelsverbindung zwischen der östlichen Wüste und dem Westen. In den letzten 60 Jahren der osmanischen Herrschaft florierte die Region durch die Ankunft und Ansiedlung von Kaufleuten aus Nablus, Syrien und dem Libanon, die ihr Vermögen im Handel, im Bankwesen und in der Landwirtschaft machten. Dieser Wohlstand zog qualifizierte Handwerker aus verschiedenen Teilen der Region an, durch deren Arbeit die bescheidene ländliche Siedlung das Erscheinungsbild einer blühenden Stadt mit einer unverwechselbaren urbanen Struktur und einer Architektur erhielt, die von großen öffentlichen Gebäuden und Privathäusern aus gelbem Kalkstein geprägt ist. Im Stadtkern gibt es etwa 650 bedeutende historische Gebäude mit einer Mischung aus europäischem Art Nouveau und neokolonialen Stilen in Verbindung mit lokalen Traditionen.

Die nicht-segregierte Entwicklung der Stadt ist Ausdruck der Toleranz zwischen Muslimen und Christen. Es haben sich Traditionen der Gastfreundschaft entwickelt, die sich in Madafas (Gästehäusern, bekannt als Dawaween) und dem als Takaful Ijtimai’ bekannten Sozialsystem widerspiegeln. Diese materiellen und immateriellen Aspekte entstanden durch eine Verschmelzung ländlicher Traditionen mit der Lebensweise bürgerlicher Kaufleute und Handwerker während des Goldenen Zeitalters der Entwicklung von As-Salt von den 1860er bis in die 1920er Jahren.

(Text von der UNESCO Website. Aus dem Englischen: Universes in Universe)


As-Salt, die auf drei Hügeln erbaute Hauptstadt des Gouvernements Balqa, ist nur eine halbe Stunde Autofahrt von Amman entfernt. Das historische Zentrum mit den schönen osmanischen Bauten aus gelbem Sandstein, den winkligen Gassen und Treppenaufgängen mit malerischen Ausblicken hat ein in Jordanien einzigartiges Flair. Auf beschrifteten Wanderwegen kann man die Geschichte und lebendigen Traditionen der Stadt kennenlernen.

Geschichte und Architektur

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Das seit der Eisenzeit bewohnte Gebiet wurde aufgrund des milden Klimas, der reichen Wasserquellen und des fruchtbaren Acjerbodens zu einer der wichtigsten Siedlungen zwischen dem Jordantal und der östlichen Wüste. Von den Römern wurde diese Saltus (Wald) und in byzantinischen Zeit Gadaron genannt.

Im 19. Jahrhundert, während der osmanischen Herrschaft, war es das Zentrum des lukrativen Handels zwischen der Region und den wichtigsten Städten Palästinas und profitierte von seiner Lage am syrischen Pilgerweg nach Mekka. Mit der Ansiedelung von Händlern aus Nablus, Syrien und Ägypten entwickelte sich As-Salt zwischen 1865 und 1925 von einer ländlichen Siedlung zu einer wohlhabenden Stadt. Diese neue Schicht aus Geschäftsleuten konsolidierte eine blühende und tolerante Gesellschaft, in der die verschiedenen Religionen respektiert wurden und die in Unternehmen und repräsentative Wohnbauten investierte. Unter den Steinmetzen und Architekten, die beim Bau der neuen Stadt mitgewirkt haben, wurde Abdel Rahman al Aqrouq aus Nablus (1851-1944) zur führenden Persönlichkeit einer Gruppe von Bauarbeitern, Steinmetzen und Handwerkern, die seinem charismatischen Charakter und seinen originellen Ideen folgten. Mit ihren technischen Fähigkeiten und ihrem individuellen Geschmack schufen sie die eigenständige Architektur von As-Salt, in die sie europäische Referenzen und orientalische Traditionen integrierten.

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Am Ende des Ersten Weltkriegs und der osmanischen Herrschaft verkündete Emir Abdullah Bin Al Hussein 1921 in As-Salt die Gründung von Transjordanien, und die Stadt war die ersten Hauptstadt des jungen Staates. Nachdem Amman zur Hauptstadt von Jordanien wurde, endeten die Blütezeit von As-Salt. Danach kam es dort nicht zu einem Modernisierungsschub, weshalb ein großer Teil der historischen urbanen Gestalt erhalten blieb.

Das architektonische Erbe von As-Salt mit mehr als 600 historischen Gebäuden, viele davon mit Kuppeldächern, Innenhöfen und den charakteristischen hohen, gewölbten Fenstern und feinen Zierelementen, ist 1984 und 1990 neu bewertet worden. Seitdem wurden und werden mehrere Restaurierungs- und Entwicklungsprojekte durchgeführt, auch in Zusammenarbeit mit ausländischen Institutionen.

© Text: Universes in Universe

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As-Salt
Gouvernement Balqa
Etwa 30 km NW von Amman


Visit As-Salt
Offizielle Website mit Online-Buchung von Rundgängen und Erlebnissen sowie Informationen über die Stadt und wo man essen und übernachten kann.

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