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Nabatäer-Saal

Nabatäische Exponate von verschiedenen Orten und Informationen über die Gesellschaft und Kunst der Nabatäer.

Teil der informativen Fototour durch das Jordan Museum, Amman, im Rahmen von Art Destination Jordanien.

Geschichte der Nabatäer  


Geschichte der Nabatäer (312 v. Chr. - um 500 n. Chr.)

Die arabischen Stämme der Nabatäer breiteten sich im 6. Jahrhundert v. Chr. von der arabischen Halbinsel nach Norden in den Süden Jordaniens aus. Erstmals historisch erwähnt wurden sie 312 v. Chr., als sie den Angriff von Antigonos Monophthalmos, einem der Generäle Alexander des Großen, abwehrten. Dies geschah in "Sela - dem Felsen", der wahrscheinlich die Bergfestung von Khirbet as-Sela bei Tafila ist. Nach Angaben des Historikers Diodorus von Sizilien war der Angriff zunächst erfolgreich, weil die nabatäischen Männer zu einem Markt gereist waren, was bedeutet, dass der Handel schon in diesem frühen Stadium wichtig für ihr Leben gewesen ist.

Im dritten Jahrhundert v. Chr. breiteten sich diese nomadischen Stämme weiter nach Norden in den Hauran (Nordjordanland - Südsyrien) und nach Westen in den Negev im Süden Palästinas und bis zum Sinai aus. Die Nabatäer nutzten das politische Vakuum, das damals in jenem Gebiet wegen der Streitigkeiten zwischen den Ptolemäern Ägyptens und den Seleukiden Syriens entstanden war.

Sie gründeten ihr Königreich mit der Hauptstadt Raqmu (Petra), und Aretas I. war 168 v. Chr. ihr erster König. Die nomadischen Nabatäer begannen, sich in Städten und Siedlungen niederzulassen, die der Staat mit Systemen der Wasserversorgung ausstattete. Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. begannen sie mit der Schaffung ihrer unverwechselbaren nabatäischen Kunst, Architektur und Schriften.

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Das nabatäische Monopol auf den Handel mit Weihrauch, Myrrhe und Gewürzen, das sie von den Minäern Südarabiens übernahmen, bildete die Grundlage ihres wirtschaftlichen Wohlstand und damit ihrer politischen Macht. Ihr Streben nach Frieden war unerlässlich, um die Handelswege sicher zu halten, aber manchmal waren sie gezwungen, ihr Land gegen Angreifer zu verteidigen, wie z.B. gegen die Expansion von Alexander Jannaeus im Jahre 85 v. Chr. und gegen Kleopatra von Ägypten, die den Bitumenhandel des Toten Meeres kontrollieren wollte.

Die Nabatäer erreichten Damaskus während der Herrschaft von Aretas III. Philhellenos (84 - 60 v. Chr.), dessen Titel "Bewunderer der Griechen" bedeutet und sein Streben nach Modernisierung und den Wunsch nach engen Beziehungen zu den Großmächten widerspiegelt. Der Höhepunkt der nabatäischen Zivilisation wurde zur Zeit von Aretas IV. Philodemus (9 v. Chr. - 40 n. Chr.) erreicht, dessen Titel "Liebhaber seines Volkes" die kulturellen und wirtschaftlichen Leistungen seines Volkes würdigte.

Als die Römer mit der Überquerung des Roten Meeres die Handelsrouten änderten, schwächte das die Nabatäer, die Herren der Karawanen über Land. Um die nördlichen Routen zu nutzen, verlegten sie ihre Hauptstadt zur Zeit von Rabel II (75 - 106 n. Chr.), ihrem letzten König, nach Bosra im Hauran.

Als Kaiser Trajan das nabatäische Königreich im Jahre 106 annektierte und in die "Provincia Arabia" des Römischen Reiches eingliederte, erlag damit das letzte Volk der Region den Römern. Die Kultur der Nabatäer setzte sich trotz der römischen Kontrolle fort, und ihre Hauptstadt - damals offiziell unter dem griechischen Namen "Petra" bekannt - wurde Ende des 3. Jahrhunderts zur Metropole von "Palestina Tertia".

Die Nabatäer übernahmen das Christentum im 4. Jahrhundert, Petra wurde zum Bischofssitz. Seine Bedeutung nahm jedoch ab, und zur Zeit der muslimischen Eroberungen in den 630er Jahren war die Region so unbedeutend, dass sie in den "Annalen der Eroberungen" nicht erwähnt wurde. Raqmu-Petra blieb Jahrhunderte lang im Dunkeln, obwohl Historiker des 12. Jahrhunderts es während der Kreuzzüge erwähnten.

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© Aus einem Wandtext im Jordan Museum
© Aus dem Englischen: Universes in Universe

Das Jordan Museum
Nationalmuseum für die Geschichte und Kultur Jordaniens, über 2000 Artefakte. Umfangreiche visuelle informative Tour im Rahmen von Art Destination Jordanien.


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