© Photo: Haupt & Binder

Ain Ghazal Statuen

Diese vor etwa 8700 - 8500 entstandenen Statuen gehören zu den frühesten bekannten großformatigen Darstellungen des Menschen.

Es gibt zwei Gruppen von Statuen, die an zwei unterschiedlichen Orten im Abstand von 200 Jahren abgelegt worden sind: etwa 6700 v.Chr. und 6500 v.Chr.

Ausgrabungen 1983 und 1985 an der neolithischen archäologischen Stätte Ayn Ghazal in Amman brachten über 30 menschliche Statuen in diesen beiden Gruppen zu Tage. Sie lagen ordentlich aufgereiht in zwei extra dafür angelegten Gruben, woraus die Archäologen schlussfolgern, dass sie rituell bestattet und nicht einfach nur weggeworfen worden sind.

Für die Statuen ist ein Skelett aus Schilfrohr geformt und mit Gips überdeckt worden. Die flachen Körper lassen vermuten, dass man sie auf einer ebenen Fläche hergestellt hat. Die Köpfe sind hervorgehoben und die Augen mit Bitumen bemalt, das vom Toten Meer herbeigeschafft wurde.

Nach wie vor gibt es keine Klarheit über die Beziehung zwischen Spiritualität und den Statuen. Wegen der Art ihres Begräbnisses, das dem von Menschen sehr ähnlich ist, könnten sie Ahnen repräsentiert haben. Es könnte sich aber auch um mythologische Verkörperungen von Leben und Fruchtbarkeit handeln.

(Aus einem Text im Jordan Museum und anderen Quellen. © Übersetzung aus dem Englischen: Haupt & Binder)

© Foto: Haupt & Binder

Das Jordan Museum

Nationalmuseum für Geschichte und Kultur Jordaniens. Über 2000 Artefakte, u.a. Ain Ghazal Statuen, früheste großformatige Menschenfiguren; Nabatäer, Schriftrollen vom Toten Meer.

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