Das nationale Museum für angewandte Kunst wurde 1937 mit dem Grundstock der von der Regierung angekauften Villa und Kunstsammlung der Familie Errázuriz Alvear gegründet.

Die Errázuriz in Chile und die Alvear in Argentinien waren sehr einflussreiche und vermögende Familien. Josefina de Alvear und der chilenische Diplomat Matías Errázuriz Ortúzar heirateten 1897 in Buenos Aires. Von 1906 bis 1916 lebten sie wegen der diplomatischen Posten von Errázuriz Ortúzar in Europa, wo sie ihre wertvolle Sammlung europäischer und östlicher Kunst erwarben. In dieser Zeit wurde ihre Residenz in Buenos Aires entworfen und gebaut.

Das 1911 bis 1917 nach Entwürfen des französischen Architekten René Sergent (1865-1927) errichtete Gebäude ist durch die neoklassische französische Architektur des 18. Jahrhunderts inspiriert. Es ist das einzige öffentlich zugängliche Beispiel dieser Architektur, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts in Buenos Aires ausbreitete. Die Ausstattung der Salons, die Möbel und Kunstobjekte zeugen vom Lebensstil der argentinischen Oberschicht jener Epoche.

Der Hauptteil der Sammlung besteht aus Objekten der angewandten europäischen und östlichen Kunst sowie aus Skulpturen und Gemälden vom 16. bis 20. Jahrhundert. Hervorzuheben ist auch das Ensemble europäischer Miniaturen vom 16. bis 20. Jahrhundert, die bedeutendste Kollektion dieser Art in ganz Amerika.

Neben der permanenten Sammlung sind temporäre Ausstellungen zu sehen, oftmals ausgerichtet in Kooperation mit Partnern anderer Länder.

(Aus Informationen des Museums.
© Aus dem Spanischen: Haupt & Binder)


Museo Nacional de Arte Decorativo
Avenida del Libertador 1902
C1425AAS Buenos Aires
Argentinien
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