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Pucará de Tilcara

Pucará de Tilcara

Pucará de Tilcara

Die Pucará de Tilcara ist die bekannteste archäologische Stätte in der Quebrada de Humahuaca. Sie liegt auf einem Hügel südlich des Flusses Huasamayo am Zusammenfluss mit dem Río Grande und wurde 1908 von Juan Bautista Ambrosetti und seinem Schüler Salvador Debenedetti entdeckt, die als die Begründer der archäologischen Wissenschaft in Argentinien gelten.

Die Pucarás sind Höhensiedlungen, bewohnt zwischen dem 11. und 16. Jahrhundert. Sie wurden an strategisch wichtigen Stellen zur Verteidigung oder als Kontrollpunkt für den Warentransport gebaut und beherrschten die Gebiete, durch welche sich die Menschen zwangsläufig bewegen mussten, insbesondere entlang des Río Grande. Die Pucarás waren wohl die politischen und religiösen Zentren der bedeutendsten ethnischen Gruppen, die damals in der Quebrada de Humahuaca lebten: Omaguacas, Tilcaras und Tilianes.

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Die Pucará de Tilcara hatte die höchste Besiedlungsdichte im gesamten Tal, weist aber keine Verteidigungsbauten auf. Die Strukturen, von denen die Mauern und Fundamente sichtbar sind, gehören zu antiken Wohnhäusern, Werkstätten, Plätzen und Zeremonialräumen. Es war der Hauptort des Volkes der Tilcaras, das den zentralen Teil der Quebrada de Humahuaca bewohnte. Die Anfänge der Besiedelung gehen in etwa auf 1200 n. Chr. zurück.

Während der Inka-Herrschaft (etwa ab 1430 n. Chr.) wurden einige Sektoren der Pucará umstrukturiert, wodurch sich das Gebiet auf etwa 17,5 Hektar ausdehnte. Archäologische Funde lassen bis zu 580 rechteckige Strukturen erkennen. In den Wohnvierteln gab es Straßen und Plätze. Zahlreiche Räume wurden für den Bau von kanchas umgestaltet, die in vielen Fällen offenbar kollektiven öffentlichen Zeremonien dienten. Außerhalb des Wohngebiets befanden sich Friedhöfe und Mülldeponien. Bei den archäologischen Erkundungen entdeckte man mehr als fünfzig Werkstätten für die Herstellung von Metall-, Muschel- und Steinartefakten (z. B. Alabaster) sowie von Keramik und Textilien. Die Pucará de Tilcara war im Tawantinsuyu ein wichtiges politisches, administratives, wirtschaftliches und religiöses Zentrum auf regionaler Ebene und wurde die Hauptstadt der Inkaprovinz (wamani) Humahuaca.

Nach der Ankunft der Spanier blieb der Ort bis zur Umsiedlung der Bevölkerung in die heutige Stadt Tilcara, 1 km nördlich, bewohnt.

Die Stätte wurde zum Nationaldenkmal erklärt, teilweise rekonstruiert und mit einer Zufahrt versehen. Neben dem Eingang ist der Jardin Botanico de Altura angelegt worden, ein botanischer Garten zur Erhaltung und Erforschung der Artenvielfalt der Region.

Im Zentrum der Stadt Tilcara befindet sich das Archäologische Museum Dr. Eduardo Casanova (benannt nach dem Fortsetzer der Arbeit von J.B. Ambrosetti und S. Debenedetti). Es wurde 1968 für die Funde in der Pucará de Tilcara eingeweiht. Heute beherbergt es eine wertvolle Sammlung aus der Andenwelt (Peru, Bolivien, Nordchile und Nordwestargentinien) mit mehr als 5.000 Stücken.

(Zusammengefasst und übersetzt aus Informationen in der UNESCO Nominierung, der Website des Centro Universitario Tilcara und anderen Quellen.)

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Lage, Anfahrt:

Pucará de Tilcara
Tilcara liegt 84 km nördlich von San Salvador de Jujuy an der Nationalstraße RN9. Um die Pucará zu erreichen, muss man in die Stadt Tilcara hineinfahren.
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