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11. Berlin Biennale für Zeitgenössische Kunst

Epilog:
13. Juni - 13. September 2020

Vorbesichtigung, Eröffnung, Orte

Kurator*innen:
María Berríos, Renata Cervetto,
Lisette Lagnado, Agustín Pérez Rubio
(siehe die Biografien)

Drei Programme als Auftakt,
September 2019 bis Mai 2020
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Wegen des COVID-19-Virus bleibt der temporäre Projektraum auf dem ExRotaprint-Gelände vom 13. März bis vorerst 19. April 2020 für Besucher*innen geschlossen.


Die 11. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst wird von María Berríos, Renata Cervetto, Lisette Lagnado und Agustín Pérez Rubio kuratiert. (siehe die Biografien). Die Mitglieder des generationsübergreifenden, sich als weiblich identifizierenden Teams südamerikanischer Kurator*innen stellen sich die kommende Ausgabe als eine Folge gelebter Erfahrungen vor, die sich mit exp. 1, exp. 2 und exp. 3 (Experiences) bereits von September 2019 bis Mai 2020 prozesshaft entwickelt. Es finden Ausstellungen, Performances, Atelieraufenthalte, Lesungen, Präsentationen und Workshops statt, um nicht nur von den teilnehmenden Künstler*innen und Projekten zu lernen, sondern auch von der Stadt Berlin und ihren Bewohner*innen. Im Sommer 2020 bringt die 11. Berlin Biennale alle Experiences an vier Ausstellungsorten in der Stadt zusammen.

Statement der Kurator*innen

“Am Anfang des Prozesses stand für uns die Frage, wie wir die komplexe Schönheit des Lebens zelebrieren können, obwohl die Welt um uns herum in Flammen steht. Wir entblößen die Geschichten, die wir in und mit uns tragen, und fragen uns, was sein kann und was sich für unsere Gegenwart mobilisieren lässt. Im Epilog verschmelzen, verdichten und überlagern sich die gemachten Erfahrungen; manchmal jedoch bleiben sie im Raum stehen wie verlassene Gebäude, wie Skelette. Es geht uns nicht nur darum, altbekannte Geschichten aufzuarbeiten, sondern wir möchten vielmehr auf die von lebendigen Körpern erzeugten Melodien achten, die unsere Städte formen. Wir schauen, wie sich bewegende Menschen die Orte, die sie als Zuhause bezeichnen, bewohnen und verändern – es geht nicht um prekäre Notunterkünfte und Mauern, die zur Verteidigung einer unrechtmäßigen Gegenwart errichtet wurden. Vielmehr widmen wir uns dem Austausch und den Strukturen gegenseitiger Unterstützung, in denen Zerbrechlichkeit geteilt wird. Wie achten wir auf diese Welten, die uns gleichzeitig trennen und zusammenbringen? Wie bereiten wir uns auf neue Kollisionen und kommende Turbulenzen, auf durch Sorgen und Hass ausgelöste Ängste und Krisen und ebenso auf die Gewalt vor, die uns umgibt und von der auch wir ein Teil sind? Die Solidarität in der Verletzlichkeit bringt im Kampf vielfältige und spontane Manifestationen von schönster Rage hervor.”

(María Berríos, Renata Cervetto, Lisette Lagnado, Agustín Pérez Rubio)

Drei Programme als Auftakt

exp. 1: Das Gerippe der Welt
7. September - 9. November 2019

exp. 2: Virginia de Medeiros – Feministische Gesundheitsrecherchegruppe
30. November 2019 - 8. Februar 2020

exp. 3: Archive berühren. Sinthujan Varatharajah – Osías Yanov
22. Februar - 2. Mai 2020

Der Ort der 11. Berlin Biennale bei ExRotaprint – ein Mieterprojekt initiiert von Künstler*innen zur Verbindung von Arbeit, Kunst und Sozialem – dient als Möglichkeitsraum für unterschiedliche Erfahrungen. Hier finden Ausstellungen, längerfristige Projekte und Workshops von Künstler*innen, Aktivierungen künstlerischer und pädagogischer Archive, Performances, Vorträge, Lesungen, Atelieraufenthalte und andere ortsspezifische Interventionen statt.

Adresse, Öffnungszeiten

11. Berlin Biennale, c/o ExRotaprint
Bornemannstraße 9
13357 Berlin
Lage auf der Karte

Öffnungszeiten:
Do - Sa 14 - 19 Uhr
So - Mi geschlossen
Eintritt frei
Barrierefrei

Epilog – 11. Berlin Biennale

13. Juni - 13. September 2020

Eröffnung (öffentlich):
Freitag, 12. Juni 2020, 19 Uhr

Erster Publikumstag:
Samstag, 13. Juni, 10 - 19 Uhr

Pressekonferenz:
Donnerstag, 11. Juni 2020

Pressevorbesichtigung:
Donnerstag, 11. Juni, 10 - 18 Uhr
Freitag, 12. Juni, 10 - 18 Uhr

Professional preview:
Freitag, 12. Juni, 10 - 18 Uhr

Ausstellungsorte

Bornemannstraße 9
13357 Berlin
Lage auf der Karte

Die Räume der 11. Berlin Biennale bei ExRotaprint – ein Mieterprojekt initiiert von Künstler*innen zur Verbindung von Arbeit, Kunst und Sozialem – dienen seit September 2019 als Möglichkeitsraum für unterschiedliche Erfahrungen.

ExRotaprint ist Modell für eine Stadtentwicklung, die Profit mit Eigentum ausschließt und einen heterogenen, offenen Ort für alle gesellschaftlichen Gruppen schafft. Das ehemalige Produktionsgelände der Druckmaschinenfabrik Rotaprint AG mit seinen Gebäuden aus den 1950er-Jahren liegt im Berliner Ortsteil Wedding. 2004 erarbeiteten die bildenden Künstler*innen Daniela Brahm und Les Schliesser ein Konzept zur Übernahme des Geländes durch die Mieter*innen vor Ort. Ziele waren, das Areal für eine heterogene Nutzung aus „Arbeit, Kunst, Sozialem“ zu entwickeln, und günstige Mieten für alle.

Seit 2007 widmet sich die gemeinnützige GmbH ExRotaprint der Sanierung und Weiterentwicklung des denkmalgeschützten, 10.000 Quadratmeter großen Standorts. ExRotaprint beherbergt heute rund 120 Produktionsbetriebe, soziale Einrichtungen und Räume für Künstler*innen und Kreativschaffende.

Oranienstraße 161
10969 Berlin
Lage auf der Karte

1965 übernahm der DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) mithilfe des ehemaligen Westberliner Senats das zwei Jahre zuvor von der Ford Foundation initiierte „artists-in-residence program“. Unter dem neuen Titel „Berliner Künstlerprogramm des DAAD“ wurde es zu einem renommierten Förderprogramm für internationale Künstler*innen, Schriftsteller*innen und Musiker*innen, später auch für Filmemacher*innen. 1978 eröffnete die daadgalerie als neuer Ausstellungsort im ehemaligen Westberlin. Der Ort sollte die vielseitigen Aktivitäten des Künstlerprogramms bündeln und den internationalen Gästen eine Plattform innerhalb der westdeutschen Kulturszene bieten. Seit 2017 ist die daadgalerie in der Oranienstraße 161 in Kreuzberg im Haus Stiller beheimatet. Das Wohn- und Geschäftshaus wurde 1910 von dem jüdisch-ungarischen Architekten Oskar Kaufmann erbaut. Auf zwei Geschossen werden spartenübergreifende Ausstellungen und Veranstaltungen mit aktuellen und ehemaligen Gästen des Programms gezeigt. Dabei steht ein Dialog mit der lokalen künstlerischen Szene und weiteren Institutionen der Stadt im engeren Fokus.

Niederkirchnerstraße 7
10963 Berlin
Lage auf der Karte

Der Gropius Bau wurde 1881 als Kunstgewerbemuseum und -schule eröffnet. Angesichts der bewegten Geschichte und der vielfältigen Institutionen, die im Laufe der Zeit an diesem Standort angesiedelt waren, strukturiert sich der Gropius Bau heute als offener Rahmen für den Umgang mit verschiedensten künstlerischen Praxen. Nach der Übernahme der Direktion durch Stephanie Rosenthal im Jahr 2018 steht die Öffnung des Gropius Bau als Ort der künstlerischen Kreation und des Austauschs im Vordergrund; die aktive Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Künstler*innen zielt darauf ab, kreative Prozesse offenzulegen, neue Perspektiven zu erschließen und die Möglichkeiten der Institution zu reflektieren. Zentraler Ansatzpunkt des Programms ist darüber hinaus die differenzierte Auseinandersetzung mit der geografischen Lage, der Geschichte und Gegenwart des Hauses, die Fragen nach Land, Grenzen, Traumata, Reparatur und Fürsorge einschließt.

Auguststraße 69
10117 Berlin
Lage auf der Karte

Seit ihrer Gründung Anfang der 1990er-Jahre widmen sich die KW Institute for Contemporary Art durch die Produktion, Präsentation und Vermittlung zeitgenössischer Kunst zentralen Fragen unserer Gegenwart. Die wenig später ins Leben gerufene Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst folgte diesem dringenden Wunsch nach eingehender Auseinandersetzung mit dem internationalen Kunstdiskurs. Neben anderen Orten in der Stadt bespielt die Berlin Biennale seit 1998 in regelmäßigen Abständen das Ausstellungshaus der KW. Viele herausragende Künstler*innen und international renommierte Kurator*innen haben seither wichtige neue Arbeiten und Ausstellungsvorhaben realisiert, sodass die beiden unter dem Dach des KUNST-WERKE BERLIN e. V. wirkenden Institutionen sich als lebendige Orte für progressive künstlerische Praktiken in der Berliner und internationalen Kunstszene etablieren konnten.


Veranstalter, Kontakt

Berlin Biennale for Contemporary Art
KUNST-WERKE BERLIN e. V.
Auguststraße 69
10117 Berlin

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Programm, offizielle Website

Pressekontakt:
Laura Helena Wurth, Presse
Isabell Ertl, Leitung Kommunikation
press(at)berlinbiennale.de
T +49 (0)30 24 34 59 42

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Aus Informationen der Berlin Biennale.
© Foto oben: Osías Yanov, "Josefina, Poroto y Tronco", 2019. Courtesy Osías Yanov und Berlin Biennale.

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