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The Spirits of Maritime Crossing

The Spirits of Maritime Crossing

The Spirits of Maritime Crossing

Kollateraler Event der 60. Internationalen Kunstausstellung, La Biennale di Venezia

20. April - 24. November 2024

Kurator: Prof. Dr. Apinan Poshyananda

15 Künstlerinnen und Künstler

Ort: Palazzo Smith Mangilli Valmarana
Adresse, Kontakte


Die Bangkok Art Biennale (BAB) Foundation präsentiert The Spirits of Maritime Crossing [Die Geister der maritimen Überfahrt], eine offizielle kollaterale Ausstellung der 60. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia. Gezeigt wird eine Konstellation von Kunstwerken aus Südostasien, die kulturelle Strömungen und Wasser in Bewegung als Metaphern für unerforschte Ozeane und Territorien reflektieren. Die Bandbreite der ausgestellten Arbeiten reicht von Gemälden und Skulpturen bis hin zu Mischtechniken und Videoinstallationen.

In The Spirits of Maritime Crossing, kuratiert von Prof. Dr. Apinan Poshyananda, geht es um solche Themen wie Vertreibung, Diaspora, Kolonialismus und Hybride aus verschiedenen Kulturen in Südostasien mit besonderem Fokus auf der Symbolik des Wassers und der Überquerung von Meeren. Die Bangkok Art Biennale Foundation wurde von der Thai Beverage Public Company Limited (ThaiBev) mit Unterstützung des öffentlichen und privaten Sektors gegründet.

Über die Ausstellung

Abby CHEN and YUAN Goang-Ming © Photo: Courtesy of Taipei Fine Arts Museum

Marina Abramović und Pichet Klunchun: The Spirits of Maritime Crossing, 2022. Performed von Marina Abramović und Pichet Klunchun unter der Regie von Apinan Poshyananda, Stereo, 34.27 Min. Im Auftrag der Bangkok Art Biennale Foundation. Videotrailer auf YouTube.
Videostill. Courtesy Künstlerin und Tänzer. © Bangkok Art Biennale Foundation

In dem zusammen mit dem Tänzer Pichet Klunchun geschaffenen Film reist Marina Abramović, eine Ikone de Diaspora, von Venedig nach Bangkok. Ihr Geist trifft auf den Affenkönig, gespielt von Klunchun mit Priestern und Talismanen. Das Werk erzählt die Geschichte eines durch die fremden Länder zwischen Venedig und Bangkok wandernden Geistes. Bangkok gilt als Venedig des Ostens und ist eng mit der italienischen Diaspora verbunden. In den parallelen Welten von Italien und Siam schaffen Chitti Kasemkitvatana und Nakrob Moonmanas phantasmagorische Montagen von Fremden und Einheimischen, die in verschiedenen Sprachen flüstern.

Abby CHEN and YUAN Goang-Ming © Photo: Courtesy of Taipei Fine Arts Museum

Chitti Kasemkitvatana und Nakrob Moonmanas: Our Place in Their World, 2023. Zweikanal Videoinstallation, Farbe, Sound, 4:00 Min. Im Auftrag der Bangkok Art Biennale Foundation.
Videostill. © Chitti Kasemkitvatana und Nakrob Moonmanas

Jompet Kuswidananto: Terang Boelan (Moonshine), 2022. Zerbrochene Gläser, Glaslüster, Eisen, Holz, Klavierbestandteile, Elektronik, 200 x 150 x 200 cm.
Foto Bangkok Art Biennale. © Jompet Kuswidananto
Alwin Reamillo. Aus der Serie: Jesus is condemned to death, 2023. Mixed-Media, je 61 x 30 x 14,3 cm.
© Courtesy Nachlass Alwin Reamillo; Jingjai Gallery Chiang Mai
Natee Utarit: Temple of the King, 2019. Öl auf Leinwand, 190 x 262 cm. Privatsammlung.
Courtesy Künstler; Richard Koh Fine Art. © Natee Utarit
Bounpaul Phothyzan: Story from Plateau, 2019. Metallskulptur, 40 x 40 x 200 cm.
© Fotos: Bounpaul Phothyzan
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Kolonisatoren und Missionare brachten einen neuen Glauben mit und hinterließen schmerzhafte Erinnerungen. Die glitzernden Scherben von Jompet Kuswidananto erinnern an zerbrochene Gefäße und zerschmetterte Träume im weiten Ozean. Überall auf dem Archipel wurde das Christentum mit den lokalen Gegebenheiten vermischt. Alwin Reamillo verwebt kulturelle Strömungen durch gefundene Objekte und Assemblagen. Vierzehn Kreuzwegstationen enthüllen die Schichten des Kolonialismus und der christlichen Ikonografie durch Themen wie Migration, Neue Weltordnung und Globalisierung. Natee Utarit lässt buddhistische Philosophie mit westlicher Kunstgeschichte verschmelzen, was Widersprüche und Absurdität vermittelt. Ost-West-Begegnungen zeigen die Fremden in Tempeln und auf Plätzen. Miteinander verknüpfte Zeit und Räume versetzen die Betrachter eine Epoche zurück, als das heitere und exotische Leben der Ausländer zwischen Venedig und Bangkok nach Überfluss und Zuflucht suchte. Bei Bounpaul Phothyzan geht es um die Überbleibsel der amerikanischen Besatzung in Südostasien, die Narben und Traumata hinterlassen hat. In Reisfeldern gefundene Bombenhülsen erinnern an die Opfer, die von den mächtigen Fremden verkrüppelt und getötet wurden und sind ein eindringliches Zeugnis der Erinnerung an die Gewalt.

Khvay Samnang, Calling for Rain, 2021. Einkanalvideo, Farbe, Sound, 30'42". Videostill. Auftrag der National Gallery of Singapore für die Children’s Biennale.
© Courtesy of Khvay Samnang
Yee I-Lann, Oh My Dalling, 2022 (featuring Billboard and Balai Bikin). Einkanalvideo, 13:26 Min. Videostill.
Foto Andy Chia Chee Shiong. Courtesy Künstlerin; Silverlens. © Yee I-Lann
Truong Cong Tung, The State of Absence – Voices from Outside, 2020 - fortdauernd. Kürbisse, Wasser, Erde, Samen, Maschinen, Zeit und Temperatur.
© Foto: Truong Cong Tung
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Die mythologischen Tänzer von Khvay Samnang sind vom Ramayana inspiriert und beziehen sich auf Hegemonie und Entwaldung. Ihr Regentanz ist mit lokalen KUlten verbunden, um für eine gute Ernte zu beten und fremde Bedrohungen durch den Feuerdrachen zu vertreiben. Yee I-Lann und vom Meer lebende Einheimische erforschen die maritime Geschichte, um das Wissen der Vorfahren wiederzubeleben. Indem die Künstlerin mit Weberinnen, Webern und lokalen Gemeinschaften zusammenarbeitet, befasst sie sich mit den Beziehungen zwischen den Indigenen. Aus dem von den Gezeiten an Land gespülten Müll gewebte Matten verbinden Venedig und Borneo. Die Kürbisse von Truong Cong Tung stehen für Geister aus Vietnam, wobei Wassertropfen und Blasen die Zeit und den Verfall symbolisieren, von dem Menschheit gemeinsam betroffen ist. Diese seltsamen Objekte erinnern an ein fernes Land und an Fremde, die das Meer überquert haben.

Jakkai Siributr: There's no Place, 2020. Fortlaufende geografisch mobile kollaborative "Call-and-Response"-Stickerei-Installation, Handstickerei auf Stoff.
Foto Markus Gortz. © Jakkai Siributr
Moe Satt: Hunting & Dancing: 15 years, 2023. Zweikanal, s/w, Sound, 4K Video, 12:52 Min, performed von Moe Satt und Liah Frank, Kamera Martin Toloku. Videostill.
Courtesy Künstler; Nova Contemporary. © Moe Satt
Priyageetha Dia: The Sea is a Blue Memory, 2022. 3D-Animation, 10:25 Min. Auftrag de Kochi-Muziris Biennale. Geföderdert vom National Arts Council, Singapur. Videostill.
Courtesy Künstlerin; Kochi Biennale Foundation © Priyageetha Dia
Kawita Vatanajyankur: A Symphony Dyed Blue, 2021. 4K Video, 6:13Min. Videostill.
Courtesy Künstlerin; Nova Contemporary. © Kawita Vatanajyankur
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Die Stickereien von Jakkai Siributr evozieren die Notlage staatenloser Menschen, deren Streben nach Freiheit ein von Gewalt begleiteter Weg ist. Als Kommentar zur ethnischen Säuberung arbeitete Siributr mit Asylbewerbern zusammen, die überall, wo sie hinkommen, als Fremde und Ausländer angesehen werden. Moe Satt benutzt seinen Körper als einen Raum der Identität, der Differenz und der Entfremdung. Seine von Tanz und Stammesjagd inspirierte Videoperformance deutet auf das Andauern sektiererischer Gewalt in seinem Heimatland hin.

In ihrem Video von der Tiefsee inspirierten Video bezieht sich Priyageetha Dia auf die Migrationsbewegungen ihrer Vorfahren von Indien zur malaiischen Halbinsel. Ausgehend von ihren familiären Erfahrungen untersucht sie die Art und Weise, wie Migranten auf der anderen Seite des Indischen Ozeans als Fremde und Ausgegrenzte behandelt werden. Maritime Strömungen verflechten die subalterne Kultur mit der Geschichte der Diaspora. Kawita Vatanajyankur performt in schaumiger blauer Farbe aus der Textilindustrie, um die Arbeit von Frauen in der patriarchalischen Gesellschaft und die Rolle des Wassers im Kontext von Weiblichkeit und Textilindustrie anzusprechen. Frauenarbeit, Feminismus und Missbrauch sind Teil des Fremdseins.

Südostasiatische Kunstschaffende aus dem Globalen Süden sind sich in vielerlei Hinsicht ähnlich, unterscheiden sich aber auch durch Ethnien, Religionen und Sprachen, die sie einander fremd machen. Das Erbe dieser Nationen zeigt sich in den Fremden, Flüchtlingen, Immigranten und Staatenlosen, den so genannten "kulturellen Hybriden". The Spirits of Maritime Crossing ist eine Reise von Südostasien nach Venedig durch kulturelle und diasporische Erfahrungen - betrachtet mit den Augen von Fremden, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden, physisch und geistig.


Über den Kurator

Prof. Dr. Apinan Poshyananda, geschäftsführender und künstlerischer Direktor der Bangkok Art Biennale, ist Kurator der Ausstellung The Spirits of Maritime Crossing. Poshyananda hat internationale Kunstausstellungen in Asien, Europa, den USA und Ozeanien kuratiert und geleitet, darunter Traditions/Tensions, New York; die thailändische und australische Sektion der Asia Pacific Triennial of Contemporary Art; die asiatische Sektion der São Paulo Biennale; die thailändische Sektion der Istanbul Biennale; sowie Tout à Fait Thai, Paris. Kommissar und Kurator des Pavillons von Thailand auf der 50. Biennale Venedig 2003 sowie Kommissar der Pavillons von Thailand auf der 51. Biennale Venedig 2005 und der 52. Biennale Venedig 2007.

Poshyananda äußerte: "Wir freuen uns, The Spirits of Maritime Crossing als ein historisches Ereignis anzukündigen, weil dadurch südostasiatische Künstlerinnen und Künstler am kollateralen Programm der 60. Internationale Kunstausstellung – La Biennale di Venezia teilnehmen können. Darüber hinaus ist es eine große Ehre, einen neuen Kurzfilm mit der weltbekannten Marina Abramović, Gewinnerin des Goldenen Löwen der Biennale von Venedig, im Palazzo Mangilli Valmarana zu zeigen. Das Thema dieses Films und der Ausstellung, die sich mit Seereisen, Vertreibung und Diaspora befassen, stehen in direktem Zusammenhang mit dem Thema der Biennale Foreigners Everywhere".

siehe die Biografie

Über den Ausstellungsort

© Photo: Courtesy of Palazzo Smith Mangilli Valmarana

Den Palazzo Smith Mangilli Valmarana bewohnte einst der britische Konsul Joseph Smith, ein leidenschaftlicher Kunstsammler. Er war ein Agent von Canaletto und Mäzen der venezianischen Maler. Smith und seine Frau, die Sopranistin Catherine Tofts, verwandelten den Palazzo in einen lebendigen gesellschaftlichen und künstlerischen Treffpunkt für Kunstsammler, Mäzene, Gelehrte, Kunstliebhaber, Künstler, Schauspieler, Musiker, Philosophen, Diplomaten und Würdenträger. Zu den Besuchern gehörten Pietro Longhi, Giovanni Baptista Piazzetta, Giuseppe Zais, Carlo Goldoni, Rosalba Carriera. Graf Giuseppe Mangilli, der spätere Besitzer, beauftragte Giannantonio Selva mit der Dekoration der Innenräume im neoklassischen Stil mit Themen wie Tugend, Liebe und Opfer. Der Palazzo ist noch perfekt erhalten und wird der Öffentlichkeit nach 12 Jahren durch The Spirits of Maritime Crossing erstmals wieder zugänglich gemacht.

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Adresse, Lage:

The Spirits of Maritime Crossing
Palazzo Smith Mangilli Valmarana
Strada Nova, 4392
Campo Santi Apostoli, Cannaregio
Vaporetto-Station: Ca' d'Oro
Geöffnet Mi - So 10 - 18 Uhr
(an Feiertagen geschlossen)
Lage auf der Karte

Website: smc.bkkartbiennale.com

Veranstalter:

Bangkok Art Biennale Foundation
(Hauptsitz)
20. Etage, Park Ventures Ecoplex
57 Wireless Road, Lumpini, Patumwan
Bangkok 10330, Thailand

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Pressekontakte:

Internationale Kommunikation, BAB: 
Arina Matveeva
Email, (+66) 083-088-9385

Internationale Presseagentur:
Scott & Co, Carlotta Dennis-Lovaglio
Email, (+44) 20 3487 0077


Aus Presseinformationen. Deutsche Übersetzung: Universes in Universe.
© Foto oben: Marina Abramović und Pichet Klunchun: The Spirits of Maritime Crossing, 2022 (Videostill). Einkanalvideo, performed von Marina Abramović und Pichet Klunchun, Regisseur Apinan Poshyananda. Im Auftrag der Bangkok Art Biennale Foundation. Courtesy Künstlerin und Tänzer. © Bangkok Art Biennale Foundation


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