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8. Yokohama Triennale

15. März - 9. Juni 2024

Yokohama, Japan

Titel: Wild Grass: Our Lives

Künstlerische Leitung: Liu Ding, Carol Yinghua Lu

94 Künstlerinnen, Künstler und Gruppen

Orte: Kunstmuseum Yokohama, ehemalige Niederlassung der Dai-ichi Bank Yokohama, BankART KAIKO und öffentlicher Raum
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Veranstalter: Stadt Yokohama, Yokohama Arts Foundation, Japan Broadcasting Corporation [NHK], The Asahi Shimbun, Organisationskomitee für die Yokohama Triennale

Kontakte


Wild Grass: Our Lives

Angesichts von Epidemien und Politik ist das Individuum in den letzten Jahren in eine Situation der Gefahr, Bedeutungslosigkeit und Schutzlosigkeit geraten, aus der es kein Entkommen zu geben scheint. Auf der Suche nach einem Ausstellungsthema, das sich auf die bescheidenen Möglichkeiten von Humanismus, Mut, Widerstandskraft, Glauben und Solidarität bezieht, fand das Duo der künstlerischen Leitung, Liu Ding und Carol Yinghua Lu, im Werk des chinesischen Schriftstellers Lu Xun (1881 - 1936) einen Bezugspunkt und Empathie für die gegenwärtige Situation. Das Thema der 8. Yokohama Triennale Wild Grass: Our Lives [Wilde Gräser: Unsere Leben] ist dessen 1927 erschienener Anthologie Wilde Gräser entnommen. Die 23 Essays in diesem Buch schrieb Lu Xun zwischen 1924 und 1926 in einer turbulenten Phase der chinesischen Geschichte und seines persönlichen Lebens und fand darin einen Hoffnungsschimmer in Zeiten der Verzweiflung.

Liu Ding und Carol Yinghua Lu
© Foto: Ohno Ryusuke. Courtesy Yokohama Triennale

Liu Ding und Carol Yinghua Lu zufolge soll sich "das Ausstellungsthema Wild Grass: Our Lives der Philosophie von Lu Xun über das Universum und das Leben annähern. Es evoziert nicht nur das Bild einer zerbrechlichen und schutzlosen Existenz, unscheinbar und allein in der Wildnis, ohne Rückhalt, sondern symbolisiert auch eine Lebenskraft, die unkontrolliert, unbändig, trotzig, selbstmotiviert und jederzeit bereit ist, allein zu kämpfen. Es gibt kein ultimatives Stadium der Existenz, das man erreichen könnte. Jeder Seinszustand ist eine Vermittlung und ein Prozess für sich selbst, wobei es keinen Sieg oder Misserfolg gibt, sondern nur eine permanente innere Bewegung. So ist ein jeder Zustand des Daseins potenziell ein Bote für einen anderen, und alle bedingen sich gegenseitig. Diese philosophischen Thesen sind nicht abstrakt, sie existieren lebendig in der Welt der Erfahrung und machen die Erfahrungen selbst aus. 'Wilde Gräser' steht für eine Lebensphilosophie, die die unbändige Kraft des individuellen Daseins zu einer respektablen Existenz erhebt, welche sich über alle Systeme, Regeln, Vorschriften und Formen der Kontrolle und Macht erhebt. Es ist ein Modell für den flexiblen Ausdruck von Subjektivität."

Durch die Gegenüberstellung von Werken zeitgenössischer Kunstschaffender aus verschiedenen Teilen der Welt mit historischen Werken, beginnend mit der Zeit der Antologie von Lu Xun, wird die Ausstellung mehrere historische Momente nachzeichnen, durch welche die heutigen repressiven Bedingungen geprägt sind, und die Besucherinnen und Besucher einladen, über ihre eigene Lebensweise nachzudenken und nach Hoffnung zu suchen.

"In der 8. Yokohama Triennale möchten wir eine Auswahl historischer Momente, Ereignisse, Figuren und Denkrichtungen seit Beginn des 20. Jahrhunderts aufgreifen. Einige Beispiele sind die Resonanz der japanischen und chinesischen linken Holzschnittbewegungen in den frühen 1930er Jahren, das Aufkommen des subjektiven Imaginären in der kulturellen Konstruktion der Nachkriegszeit in Ostasien, die Reflexion über die Moderne nach den globalen radikalen Bewegungen der späten 1960er Jahre und die kritische und emanzipatorische Energie der Postmoderne, die in den 1980er Jahren in vollem Gange war. Auf dieser Grundlage lassen wir uns von den anarchistischen Praktiken und Gedanken inspirieren, die seit der Auffassunge vom Ende der Geschichte entstanden sind, um Optionen für einen möglichen Dialog zwischen Individuen und etablierten Regeln und Institutionen zu erkunden. In dieser Triennale stellen wir die Beziehung zwischen der Kunst und ihren intellektuellen Grundlagen in den Vordergrund und setzen uns für die Auseinandersetzung der Kunst mit der Realität ein. Wir hoffen, im Namen der Kunst eine neue Vorstellung von globaler Freundschaft zu entwickeln, und rufen zu einer vielversprechenden Verbindung des Geistes des individuellen Internationalismus mit 'schwachen Signalen' auf", erklären Liu Ding und Carol Yinghua Lu.

kuratoriales Statement

Joar Nango: GIRJEGUMPI - The Sámi Architecture Library in Jokkmokk, 2018
Photo: Astrid Fadnes 
Lungiswa Gqunta: Ntabamanzi, 2022
Courtesy of the artist and Henry Moore Foundation. Photo: Rob Harris
Open Group: Repeat After Me, 2022
Video still: Courtesy of the artists
SIDE CORE/EVERYDAY HOLIDAY SQUAD: rode work ver. under city, 2023
Video still: Courtesy of CCBT
Pippa Garner: Human Prototype, 2020
Courtesy of the artist and STARS, Los Angeles. Photo: Bennet Perez
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Sieben thematische Kapitel

The 8th Yokohama Triennale consists of seven thematic chapters, featuring 94 artists/groups from 31 countries/regions, with 20 new commissions.

The main exhibition venue is the Yokohama Museum of Art, where it begins with the first section, Our Lives, which is a landscape where multiple challenges are intertwined with a disorganized yet irrepressible force of life. Here, various states of emergency and precarious existences are considered an everyday norm, instead of exceptions. It sets the tone of the entire exhibition, confronting our crisis-ridden reality while emphasizing the resilience and agency of the individual in the face of despair.

At the heart of Our Lives, is the Directory of Life. It is a selection of essays by artists, thinkers, and social activists who have been reflecting on our time, history, and life in their specific situations since 2000. Their writings outline the political, intellectual, and cultural energies that lurk in everyday life. These practices and ideas allow us to discover utopian possibilities in our own historical situation.

It is followed by two chapters, My Liberation and All the Rivers, which look at subjective agencies, attempts, imaginaries, and actions that create horizons of possibilities for individuals within confined systems. Three remaining chapters, Streams and Rocks, Dialogue with the Mirror, and Fires in the Woods, align with these promising horizons by highlighting the symbolic power of youth, awakened self, and cracks in the flows of life. The chapter, Symbol of Depression, echoes Our Lives through a profound critique of modernity. The exhibition makes visible the correlation between art and reality and the importance of ongoing and critical engagements with life and society for artistic practitioners. Overall, it is a timely response to the current art world where the intellectual capacity and the political agency of art are at risk as a consequence of the prevailing capitalization of art and the logic of the art industry.

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Kontakte:

Organizing Committee for Yokohama Triennale OFFICE
c/o Yokohama Museum of Art
3-4-1 Minatomirai, Nishi-ku, Yokohama
220-0012 Japan
Tel.: +81-(0)45-663-7232 (Werktags 10 bis 18 Uhr)
FAX: +81-(0)45-681-7606
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Pressekontakt
press(at)yokohamatriennale.jp
Tel.: +81-45-663-7232
(Mo - Fr: 10 -18 Uhr)


Aus Presseinformationen.
Aus dem Englischen: Universes in Universe. 
© Bild oben: Designkonzept der 8. Yokohama Triennale von Okazaki Mariko 
© Fotos: Courtesy Yokohama Triennale

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