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Marta Minujín: Werke 1959-1989

MALBA - Museum Lateinamerikanischer Kunst Buenos Aires, 26. November 2010 - 7. Februar 2011. Kuratorin: Victoria Noorthoorn.
Dez 2010

Das Museum für Lateinamerikanische Kunst von Buenos Aires, MALBA, zeigt eine große Retrospektive der berühmten argentinischen Künstlerin Marta Minujín mit mehr als 100 Arbeiten vor allem aus den 1960er bis 1980er Jahren.

Die von Victoria Noorthoorn kuratierte Ausstellung präsentiert die Künstlerin im Dialog mit ihrer Zeit, mit nationalen und internationalen Ereignissen und mit den Kunstszenen sowohl Argentiniens als auch anderer Teile der Welt, mit denen sie verbunden war. Die Schau verdeutlicht die Art und Weise, wie Minujin mit ihrer stets provokativen Produktion von Anfang an auf eine Dekade ständiger Transformationen - die 1960er Jahre - reagierte, in der sich der neue Realismus, die Konzeptkunst, die Performancekunst, das Happening, die Medienkunst, Videokunst, Psychedelic und Aktionskunst herausbildeten und weiterentwickelten, und die durch Phasen von Diktatur und Gewalt auf nationaler Ebene sowie solche paradigmatischen Situationen in der Welt erschüttert und geprägt wurde wie dem Vietnamkrieg und der Mondlandung. Auf all das hat Minujín immer wieder mit ihrer Kunst geantwortet.

Victoria Noorthoorn betont im Katalog zur Ausstellung: "Drei Variablen treten in einen Dialog: die Fähigkeit Minujins, eine konstante Neudefinition der Kategorien der Kunst vorzuschlagen, die Möglichkeit, sich ihr eigenes Schicksal auf globaler Ebene vorzustellen, und ihr Bedürfnis, bei jedem ihrer Schritte eine Freiheit des Körpers und des Geistes zu bekräftigen. Oder, um es anders auszudrücken: Marta ist und auch wieder nicht all das, was wir in ihr zu sehen glauben. Ich will damit sagen, Marta ist Freiheit, Wirbelwind, Exzess, Egozentrismus, Fest, reine Kreativität und Verücktheit, und zugleich ist Marta entgegen dem, was wir uns vielleicht vorstellen würden, auch Methode, Präzision, Sorgfalt, Widerstand, Großzügigkeit und kritischer Geist sowie eine Initiatorin in Argentinien noch nie zuvor gesehener Projekte. Das kritische Denken im Schaffen von Marta Minujín soll mit dieser Retrospektive einem größeren Publikum nahegebracht werden, das die Komplexität ihrer Erkundungen wenig kennt, was zum Teil auf die sehr wenigen Ausstellungen der Künstlerin in unserem Land zurückzuführen ist."

Im MALBA sind Marta Minujíns paradigmatischste Werke zu sehen, darunter La Destrucción (1963), ¡Revuélquese y viva! (1964), La Menesunda (1965), El Batacazo (1965), Simultaneidad en Simultaneidad (1966), Importación-Exportación (1968), Kidnappening (1973), The Soft Gallery (1973), Imago Flowing (1974), La academia del fracaso (1975), Comunicando con tierra (1976), El Obelisco de pan dulce (1979), El Partenón de libros - realisiert mit Büchern, die während der Militärdiktatur (1976-1983) verboten waren, und Operación Perfume (1987). Desweiteren ist auf der Terrasse des Museums eine Auswahl von Skulpturen der Künstlerin aus den letzten 20 Jahren ausgestellt.

Zur Ausstellung hat das MALBA eine umfangreiche Publikation (300 Seiten) in Englisch und Spanisch mit farbigen Abbildungen der präsentierten Werke herausgegeben.

Aus Presseinformationen
© Übersetzung aus dem Spanischen: Haupt & Binder

Marta Minujín: Obras 1959-1989

26. November 2010 - 7. Februar 2011

Malba - Fundación Costantini
Avda. Figueroa Alcorta 3415
Palermo
C1425CLA Buenos Aires
Argentinien
Website Email

Gastkuratorin: Victoria Noorthoorn


Siehe auch:

Das UiU Special stellt Buenos Aires als ein pulsierendes Zentrum zeitgenössischer Kunst vor und empfiehlt Höhepunkte seines reichen historischen und kulturellen Erbes.
UiU Magazin
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