Manray Hsu und Vasif Kortun, Kuratoren

Links: Manray Hsu, recht: Vasif KortunManray HsuFreischaffender Kurator und Kunstkritiker, lebt derzeit in Berlin und Taipei. Zu seinen letzten größeren Ausstellungen gehören "Taipeh Biennale 2000: Der Himmel ist die Grenze" (ko-kuratiert mit Jerome Sans, Taipeh Kunstmuseum); "The Good Place: An International Cityscape Intervention" (2001, ko-kuratiert mit Hongjohn Lin, Taichung City, Taiwan); "How Big Is the World?" (2002, O.K. Zentrum für Zeitgenössische Kunst, Linz, Österreich; 2003 Kaohsiung Museum of Fine Arts); "Wayward Economy" (2005, ko-kuratiert mit Maren Richter, Taipeh); "Wronged Attitudes" (2006, ko-kuratiert mit Maren Richter, Sparwasser HQ Berlin, Taiwan Kulturzentrum in Paris); "2006 Liverpool Biennale" (Berater/Ko-Kurator von Gerardo Mosquera); "Naked Life" (2006, ko-kuratiert mit Maren Richter, Taipei Museum of Contemporary Art); "Cracks on the Highway" (2007, MAC Niteroi, Rio de Janeiro). Manray war Mitglied der Jurys der 46. Biennale Venedig und des UNESCO-Preises der 7. Istanbul Biennale (beide 2001) sowie des Hermes Preises für Zeitgenössische Koreanische Künstler.Manrays gegenwärtige intellektuelle Arbeit fokussiert sich auf die kulturellen Bedingungen der Globalisierung, die Beziehung zwischen Ästhetik und Politik sowie geopolitische Situationen zeitgenössischer Kunst. Neben seiner Tätigkeit als Kurator engagiert sich Manray oft in kollektiver Arbeit bei Workshops, Konferenzen und Publikationen. Zu seinen Präsentationen bei Konferenzen gehören: "Biennalen im Dialog: Internationales Symposium" (2000, Museum Fridericianum Kassel); "Internationale Konferenz: 7. Istanbul Biennale für Zeitgenössische Kunst" (2001, Istanbul); "Changing: State of Affairs, 2. Internationaler Kuratoren-Workshop" (2001, Seoul); "Erstes Internationales Symposium für Theorie der Zeitgenössischen Kunst: Austausch in der zeitgenössischen Kunst - Chroniken, Kontroversen, Brücken" (SITAC, 2002, Mexiko-Stadt); "Curating Now" (2003, Los Angeles Arts Exhibition); "New Media Art and New Economy" (2004, "Media on the Move" Internationale Konferenz, Shi-shin Universität, Taipeh); "Network Cosmopolitanism" (2004, Internationale Res Artis Konferenz, Sydney & Melbourne); "The Possible Post-Biological Art" (2005 ARCO Forum, Madrid); "Asian Forum" (2005, Gwangju Biennale 2006); "City Breaks: Art and Culture in Times of Expediency" (Liverpool Biennale 2006); "Curating and Localities" (Taipeh Biennale 2006, "Dirty Yoga" Internationales Forum).Vasif KortunGründungsdirektor von Platform Garanti (2001), einer non-profit Kunstinstitution in Istanbul mit großer Bibliothek, Dokumentationszentrum, Künstlerarchiv, Ausstellungsräumen und einem internationalen Aufenthaltsprogramm für Künstler, Kritiker und Kuratoren. Unter Kortuns Leitung hat Platform Garanti internationale Aufmerksamkeit erlangt, und dessen Programme wurden besprochen in Flash Art, Contemporary, Frieze, Bidoun, Art Papers und vielen anderen internationalen Publikationen.Platform Garanti erhielt den 50th Anniversary Special Grant der European Cultural Foundation und nahm 2004 an Institution2 teil, einem Projekt des Kiasma, Helsinki Museum für Zeitgenössische Kunst, das den besten 12 Institutionen in Europa gewidmet war. Vor kurzem nahm Platform an Site teil, der Santa Fe Biennale (USA). In den sechs Jahren ihrer Existenz hat Platform umfangreiche internationale Vortragsprogramme, u.a. mit Carlos Basualdo, Maria Lind, Hou Hanru, Chantal Mouffe, Charles Esche, Maria Hlavajova, Irit Rogoff, sowie größere Konferenzen veranstaltet. Gleichzeitig mit Platform war Kortun 2001-2003 auch der Planer und Gründungsdirektor des Proje4L, Istanbul Museum für Zeitgenössische Kunst, wo er einflussreiche Ausstellungen von Künstlern der Türkei kuratierte. Vor seiner Rückkehr in die Türkei war Kortun von 1994 bis 1997 der erste Direktor des Museums des Center for Curatorial Studies am Bard College (USA). In diesem Zentrum organisierte er zahlreiche Projekte sowie auch die ersten Museumsausstellungen von Künstlern wie Kara Walker, Nedko Solakov und Boris Mikhailov.Vasif Kortun war Chefkurator der Istanbul Biennale 1992, der ersten großen Biennale zwischen Venedig und Asien, die ausgiebig und und positiv von solchen Magazinen wie ArtForum, Flash Art, Art in America und Village Voice rezensiert worden ist. Er war Ko-Kurator derselben Biennale 2005, die als eine der wichtigsten Ausstellungen der letzten Jahre gilt. Kortun war auch einer der Kuratoren der 24. São Paulo Biennale (1998), der Tirana Biennale und der 2. Keramikbiennale in Albisola (2003). Er kuratierte die türkischen Pavillons der São Paulo Biennalen 1994 und 1998 sowie der Biennale Venedig 2005. Er war Jurymitglied der 5. Gwangju Biennale und der 49. Biennale Venedig sowie Berater der 1. Johannesburg Biennale (1995). Kortun war Berater vieler Museen u.a. Walker Art Center, Museum of Modern Art New York, VanAbbe Museum Eindhoven, The Israel Museum.Er kuratierte und ko-kuratierte Ausstellungen u.a. in Apex Art, Museum für Zeitgenössische Kunst Rom, ifa-Galerien Berlin und Stuttgart, Saitama Museum für Moderne Kunst. Texte von ihm erschienen in zahlreichen Büchern, Magazinen und Ausstellungskatalogen. Jahresring 51: Szene Turkei: Abseits aber Tor, ein zusammen mit Erden Kosova veröffentlichtes Buch über die Kunstszene der Türkei, erschien 2004.Kortun erhielt 2006 den 9. jährlichen Award for Curatorial Excellence des Center for Curatorial Studies, Bard College.

© Foto: Haupt & Binder

6. Taipeh Biennale 2008

13. September 2008 - 4. Januar 2009, Taiwan. Kuratoren: Manray Hsu und Vasif Kortun.

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