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Lyrische und bildnerische Zeugnisse aus dem Frauen-KZ Ravensbrück und dessen Außenlagern

Ravensbrück, 90 km nördlich von Berlin gelegen, war während der Nazi-Zeit das größte Konzentrationslager für Frauen auf deutschem Gebiet. Von 1939 bis 1945 inhaftierten die Nationalsozialisten dort etwa 120.000 Frauen aus über 30 Nationen - aus politischen und rassistischen Gründen. Ihre menschenfeindliche Ideologie ging mit brutaler Ausgrenzung einher und schreckte auch vor Mord nicht zurück. Eine unfassbare Zahl der Frauen und Mädchen aus Ravensbrück und seinen Außenlagern wurde hingerichtet oder starb an Hunger, Krankheiten, Erschöpfung durch Schwerstarbeit oder an den Folgen medizinischer Experimente.

Soweit bekannt ist, wurden in Ravensbrück mindestens 1200 Gedichte verfasst. In der Kunst suchten viele der Frauen Stärkung, Trost und ein geistiges Überleben. Dieses Projekt ist als metaphorischer Raum und kontextueller Rahmen konzipiert, der dazu beitragen soll, die "Stimmen aus Ravensbrück" mitfühlend wahrzunehmen und die Erinnerung an sie zu bewahren.

Thematische Zugänge wie AnkunftAppellAlltagZwangsarbeitArrestSehnsucht - WiderstehenLeidTodHoffnung - führen zu einer Auswahl von Gedichten in Verbindung mit Zeichnungen und Objekten von Inhaftierten sowie Aufnahmen vor Ort. Zusätzliche Ebenen mit biografischen Daten, Kontextinfos, Zeugnissen und Dokumenten vermitteln einen Eindruck von den unmenschlichen Bedingungen in den Lagern und dem alltäglichen Kampf ums Überleben. Anschließend kann man im Gedenken an die Frauen von Ravensbrück eine virtuelle Rose in den Schwedtsee legen.