Universes in Universe

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The Short Century

The Short Century / © Foto: Haupt & Binder, Universes in Universe

Unabhängigkeits- und Befreiungsbewegungen in Afrika 1945-1994

Ein Projekt des Museums Villa Stuck, München, in Zusammenarbeit mit dem Haus der Kulturen der Welt, Berlin. 2001-2002 - siehe die Orte unten

Kurator: Okwui Enwezor

Ko-Kuratoren: Rory Bester, Lauri Firstenberg, Chika Okeke-Agulu, Mark Nash

60 Beteiligte - siehe die Liste


Universes in Universe präsentiert einen umfangreichen Fotorundgang durch die Ausstellung an ihrem zweiten Ort, dem Martin-Gropius-Bau in Berlin, mit Arbeiten von 40 der etwa 60 Beteiligten. Dabei wird das von Okwui Enwezor nachdrücklich betonte Prinzip deutlich, Kunst und dokumentarisches Material gleichwertig nebeneinander zu setzen. (siehe die Themen unten)

Okwui Enwezor in der Ausstellung in Berlin, 17. Mai 2001. © Foto: Haupt & Binder, Universes in Universe

Über die Ausstellung

The Short Century. Unabhängigkeits- und Befreiungsbewegungen in Afrika 1945-1994 dokumentiert das kurze Jahrhundert der Befreiung vom kolonialen Joch von 1945 bis zum Ende des Apartheidregimes im Jahre 1994. In diesem "kurzen Jahrhundert" errangen die Völker Afrikas ihre Unabhängigkeit von den europäischen Mächten, die 1884/85 auf der Berliner "Kongo-Konferenz" den Kontinent mit dem Ziel einer totalen Kolonisierung unter sich aufgeteilt hatten. Als der erste ghanaische Präsident Kwame Nkrumah vom 20. Jahrhundert als dem "Jahrhundert der Notwendigkeiten" sprach, beschrieb er damit sowohl den Weg der Emanzipation als auch den einer Rekonstruktion afrikanischer Identitäten.

Blick in die Ausstellung. Thema: Wege zur afrikanischen Befreiung. Unabhängigkeit jetzt! © Foto: Haupt & Binder, Universes in Universe.

Der interdisziplinäre Ansatz der Ausstellung verbindet historische Dokumente mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen, konfrontiert die Erzeugnisse kolonialer und antikolonialer Propaganda - Film und Fotografie, aber auch Poster, Printmedien und Textilien - aus Privatsammlungen und staatlichen Archiven. Einzigartige Beispiele regionaler Kunstströmungen, vom Egyptian Awakening bis hin zur südafrikanischen Resistance Art, sind mit dieser Ausstellung zum ersten Mal in Deutschland zu sehen. Architektur und Stadtplanung präsentieren sich hier als Ausdruck eines neuen kollektiven Selbstbewußtseins der jungen afrikanischen Staaten.

Werke von Bodys Isek Kingelez und Sue Williamson. © Foto: Haupt & Binder, Universes in Universe.

Die Exponate zeigen persönliche und kollektive Selbstentwürfe eines sich urbanisierenden Afrika, das durch seine im Ausland lebenden Künstler und Intellektuellen in ständigem Austausch mit den Metropolen Europas und Nordamerikas steht. Offizielle Geschichtsbilder werden gebrochen durch private Erinnerungsstücke: Familienalben, Erinnerungsschreine, Memoiren, Kleidermoden und Popmusik finden ihren Platz neben Volkskunst und Revolutionsbildern.

Die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung werden zu Zeitzeugen in einem komplexen multimedialen Archiv, das Indizien liefert für die "Biographie" des afrikanischen Kontinents. Hier wird das Zusammenspiel von Kultur, Politik und Kunst beim Aufbau eines neuen sozialen Raums durch Afrikaner für Afrikaner nachgezeichnet. "The Short Century" zeigt jedoch nicht nur die intellektuelle Seite der Dekolonisation, sondern auch deren kollektive Erinnerung. Dieses Gedächtnis gehört den Menschen auf der Straße, die die Grundlage für die Unabhängigkeit geschaffen haben.

(Aus einer Pressemitteilung. © Fotos: Haupt & Binder, Universes in Universe)

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Themenkomplexe

Die Fototour von Universes in Universe durch die Ausstellung im Martin-Gropius-Bau in Berlin folgt den Themenkomplexen. Zwischen diesen und mit ihnen teils verknüpft ist "Verschiebung: Geschichte, Identität, Authentizität", ein übergreifendes Thema, dem diverse künstlerische Positionen zugeordnet sind.
Grundriss und Themen in Berlin

Die Abfolge der Themen in unserem Rundgang:
- Auf dem Weg zu Unabhängigkeit und Befreiung
- Modernismus und afrikanische Kunst
- Das dreifache Erbe: Afrika, der Islam und das Christentum
- Medina, Kasbah, Einheimischenviertel, Township und die Stadt der Siedler: Architektur/Raum und koloniale Macht
- Der koloniale Text und das postkoloniale Archiv. Kunst, Film und die visuelle Kultur nach Erlangung der Unabhängigkeit.
- Das Leben als Highlife: Musik und Populärkultur
- Wege zur afrikanischen Befreiung. Unabhängigkeit jetzt!
- Pan-Afrikanismus, Negritude, moderne Kunst und die Schaffung von Nationen
- Verschiebung: Geschichte, Identität, Authentizität

Ausstellungstour - Start ►


Ausstellungsorte und Daten:

Museum Villa Stuck, München
15. Februar - 22. April 2001

Martin-Gropius-Bau, Berlin
18. Mai - 29. Jul 2001

Museum of Contemporary Art, Chicago
8. September - 30. Dezember 2001

P.S.1 and Museum of Modern Art, New York
10. Februar - 5. Mai 2002


Publikation, hrsg. von Okwui Enwezor

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