Sevruguins verblüffendes Porträt Naser-al-Din Shah an seinem Schreibtisch in der Spiegelhalle sitzend (1890?) fasst, in gewisser Hinsicht, die komplexe Beziehung Irans zur Moderne zusammen.

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Ohne Zweifel ist die einheimische Kunstszene niemals so lebendig wie jetzt gewesen, wo sie mit immer mehr Akteuren, Galerien, von Künstlern betriebenen Räumen und unabhängigen Initiativen auftrumpft. Aber die lokale Kunstwelt scheint in einem Grenzbereich des Dazwischen zu schweben, in welchem sich die Erwartungen an die Zukunft mit Formen von Angst und Sorge vermischen.

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Eine Reihe von Kunstwerken sticht hervor, in denen Elemente des Abwesenden, des Verschwindens oder sogar des Zerfalls im Kern einer Schaffensweise stehen, die das Experimentieren lebendig erhält - statt eines überreichlichen Spiels mit dem Glänzenden und dem Glatten.

 

Iran & Co, das Sequel

Nach dem Atomabkommen könnte der Drang der iranischen Kunstszene nach Selbstbestimmung abermals von Erwartungen einer nach leicht definierbaren, identitätsbasierten Bewegungen lechzenden westlichen Kulturindustrie überschattet werden.

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