Arab Express

Die neueste Kunst aus der arabischen Welt. 16. Juni - 28 Okt. 2012, Mori Art Museum, Tokyo. 34 Teilnehmer aus 10 Ländern. Umfangreiche Fototour.
Jul 2012

Dies ist die erste Ausstellung in Japan, die zeitgenössische arabische Kunst in größerem Umfang zeigt. Sie stellt die Vielfalt der arabischen Welt und zeitgenössischer arabischer Kunst in drei Sektionen vor: Alltagsleben und Umwelt; Das Bild des Arabischen: Blick von außen, Stimmen von Innen; Erinnerungen und Aufzeichnungen, Geschichte und Zukunft (mehr zu den Sektionen weiter unten). Die Ausstellung zeigt vornehmlich seit dem Jahr 2000 geschaffene Werke von 34 Teilnehmern aus über einem Dutzend arabischer Länder und Regionen, von Irak und Oman im Osten bis zu Ägypten im Westen, mit einem speziellen Fokus auf der Arabischen Halbinsel. Weil 2006 schon die Ausstellung "Africa Remix" [1] im Mori Art Museum stattfand, sind zur Vermeidung von Überschneidungen die arabischen Länder des afrikanischen Kontinents aus der aktuellen Schau ausgeschlossen worden, bis auf Ägypten, weil dies eines der wichtigsten Länder der arabischen Geschichte und Kultur ist.

"Arab Express", der Titel diese Ausstellung, beschwört viele verschiedene Bilder herauf, einschließlich die einer Zeitung oder eines Schnellzugs. Er ist eine Metapher, um in Japan den gegenwärtigen Zustand der arabischen Welt und ihrer Kunst, die sich so schnell wie ein Expresszug verändern und bewegen, zu vermitteln. Wie eine fiktive Zeitung fragt die Ausstellung danach, welches das reale Bild der arabischen Welt ist und ob ein solches Bild überhaupt existiert.

(Aus dem Katalogtext von Kondo Kenichi.
Übersetzung: Haupt & Binder.)
Sektionen der Ausstellung

Sektion 1:
Alltagsleben und Umwelt
Diese Sektion ist auf Kunstwerke fokussiert, die einen Einblick in die wenig bekannte Realität des Alltagslebens in der arabischen Welt bieten. In den Themen dieser Arbeiten geht es um Probleme und Widersprüche, die mit harten klimatischen und Umweltbedingungen, der Ölindustrie, schneller Urbanisierung und politischen Gegensätzen zu tun haben. Es sind auch Werke einbezogen, die sich auf die reichen arabischen Volkskulturen beziehen.

Künstler/innen: Sadik Kwaish Alfraji, Reem Al Ghaith, Atfal Ahdath, Rula Halawani, Mohammed Kazem, Amal Kenawy, Jeffar Khaldi, Hassan Meer, Maha Mustafa, Moataz Nasr, Ibrahim Rashid

Sektion 2:
Das Bild des Arabischen: Blick von außen, Stimmen von Innen
Diese Kunstwerke dieser Sektion stehen im Widerspruch zu Stereotypen und Versuchen, eine ganze Region unter dem vereinheitlichenden Begriff des "Arabischen" zusammenzufassen. Viele arabische Künstler beteiligen sich heutzutage an einer Revision des Bildes vom Araber, das im Westen konstruiert und möglicherweise in ihren Regionen verbreitet worden ist. Indem sie dies tun, bemühen sich diese Künstler darum, eine eigene Vorstellung von sich selbst zu schaffen.

Künstler/innen: Adel Abidin, Jananne Al-Ani, Tarek Al-Ghoussein, Mounira Al Solh, Osama Esid, Meera Huraiz, Maha Maamoun, Ahmed Mater, Faisal Samra, Oraib Toukan, Sharif Waked

Sektion 3:
Erinnerungen und Aufzeichnungen, Geschichte und Zukunft
Dinge, die man vergebens vergessen will, Dinge, die man künftigen Generationen überlassen möchte, Dinge, die man weit bekanntmachen möchte: Im Zusammenhang mit den Teilen der arabischen Welt, in denen religiöse oder politische Konflikte oder soziale Revolutionen stattfanden, wird Kunst oft für eine Art von Dokumentation oder Archiv gehalten. Diese Sektion ist auf die "Erinnerungen und Aufzeichnungen" der Gegenwart und der Vergangenheit fokussiert. Den Kuratoren geht es auch um ein Überdenken der Rolle solcher Medien wie Fotografie und Film, von denen angenommen wird, sie würden Realität übermitteln, ein "kollektives Gedächtnis" sein, das als ein gemeinsames Repositorium von Wahrheit gilt, sowie um deren fiktive Natur.

Künstler/innen: Ebtisam Abdulaziz, Halim Al Karim, Ahmed Basiony, Zena el Khalil, Abdulnasser Gharem, Joana Hadjithomas & Khalil Joreige, Emily Jacir, Lamia Joreige, Khalil Rabah, Hrair Sarkissian, Suha Shoman, Akram Zaatari

Arab Lounge:
Eine Vielfalt an Angeboten soll den Besuchern helfen, ihr Verständnis der arabischen Welt zu vertiefen. Dazu gehören eine Bücherecke (von spezialisierten Geschichts- und Philosophiebüchern bis zu Mode- und Lifestylemagazinen) und eine Auswahl von Videos der arabischen Gefilde, aufgenommen von Museumsmitarbeitern, sowie andere Videos, die die Mysterien des arabischen Lebens und der arabischen Mathematik erkunden. Es gibt auch Tourismuswerbung, Filmvorstellungen und anderes Material, das von arabischen Botschaften zur Verfügung gestellt wurde. Darüberhinaus dient die Lounge während der Ausstellungszeit als Veranstaltungsort für Vorträge mehrerer Spezialisten über Aspekte der arabischen Kultur und als Treffpunkt, um einen neuen Dialog zwischen der Region und Japan zu eröffnen.
Alle ausstellenden Künstlerinnen und Künstler:

Ebtisam Abdulaziz
Adel Abidin
Atfal Ahdath
Sadik Kwaish Alfraji
Jananne Al-Ani
Ahmed Basiony
Osama Esid
Reem Al Ghaith
Abdulnasser Gharem
Tarek Al-Ghoussein
Joana Hadjithomas & Khalil Joreige
Rula Halawani
Meera Huraiz
Emily Jacir
Lamia Joreige
Halim Al Karim
Mohammed Kazem
Amal Kenawy
Jeffar Khaldi
Zena el Khalil
Maha Maamoun
Ahmed Mater
Hassan Meer
Maha Mustafa
Moataz Nasr
Khalil Rabah
Ibrahim Rashid
Faisal Samra
Hrair Sarkissian
Suha Shoman
Mounira Al Solh
Oraib Toukan
Sharif Waked
Akram Zaatari

<line>Anmerkung:</line>

  1. Africa Remix - Zeitgenössische Kunst eines Kontinents. Düsseldorf, London, Paris, Tokyo, Johannesburg, 2004 - 2007. Im Mori Art Museum: 27. Mai - 31. Aug. 2006. Umfangreiche Fototour von Universes in Universe durch die Ausstellung in Düsseldorf - 300 Fotos, Werke von 73 Teilnehmern.


(Aus Presseinformationen. Aus dem Englischen: Haupt & Binder)

Arab Express:
The Latest Art from the Arab World

16. Juni - 28. Oktober 2012

Veranstalter:
Mori Art Museum,
The Yomiuri Shimbun

Mori Art Museum
Mori Tower, Roppongi Hills
6-10-1 Roppongi, Minato-ku,
Tokyo 106-6150
Japan
Website Email

Kuratoren:
Fumio Nanjo
(Direktor, Mori Art Museum)
Kenichi Kondo
(Assoziierter Kurator, Mori Art Museum)

Nafas
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