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Nafas: Forum

Meinungsaustausch über Kunstpraxis, Vermittlungsstrategien, internationalen Kunstbetrieb, etc.

Das Projekt "Nafas" soll zu einem länger anhaltenden Verständigungsprozess über praktische, konzeptionelle und theoretische Aspekte der Kunstausübung sowie über Vermittlungsstrategien, Mechanismen des internationalen Kunstbetriebs und andere Themen werden. Der Meinungsaustausch findet sowohl an den verschiedenen Ausstellungsorten als auch im Rahmen dieses Online-Magazins statt. Auf diesen Seiten werden Sie Zusammenfassungen der realen Treffen lesen und sich demnächst selbst zur Debatte äußern können.

Die erste Veranstaltung findet zum Auftakt des Projekts in der ifa-Galerie Berlin statt:

Freitag, 19. Mai 2006, 18 Uhr

Podiumsgespräch:

Kontext und Klischee
Was bedeutet es, Künstler aus einem "islamisch geprägten" Land zu sein? Individuelle Positionen im lokalen Kontext und im internationalen Kunstbetrieb.

TeilnehmerInnen:
Lida Abdul (Künstlerin, Afghanistan/USA)
Amal Kenawy (Künstlerin, Ägypten)
Anas Al-Shaikh (Künstler, Bahrain)
Suha Shoman (Künstlerin, Jordanien)
Kean Wong (Medienexperte, Malaysia)

Moderation:
Gerhard Haupt und Pat Binder, Kuratoren der Ausstellung

Im ersten Teil des Podiumsgesprächs werden die vier anwesenden TeilnehmerInnen der Ausstellung über Konzepte, Strategien und Bedingungen ihres künstlerischen Schaffens sprechen.

Im zweiten Teil geht es um eine individuelle Positionierung von Künstlern im internationalen Kunstgeschehen. Dabei werden u.a. solche Fragen angesprochen:

- Wie problematisch ist der Begriff "Kunst aus der islamisch geprägten Welt"?

- Wie funktionieren geographische bzw. geo-kulturelle Kategorisierungen und Etikettierungen (z.B. "Brit art", "Neue Leipziger Schule", "chinesische Kunst") im Kunstbetrieb? Wie ambivalent ist diese Vorgehensweise?

- Lassen sich solche gängigen Mechanismen, die immer mit der Gefahr einer Simplifizierung und Ausgrenzung verbunden sind - je nachdem, auf welcher Seite man steht-, konterkarieren und produktiv nutzen?

- Kunst funktioniert heutzutage kontextabhängig, d.h. Künstlerinnen und Künstler müssen damit rechnen, dass der Kontext aus dem sie kommen bzw. die Vorstellung, die davon existiert, in die Rezeption einfließt. Gerade Künstlern, die nicht aus Westeuropa oder Nordamerika stammen, nähert man sich im "Westen" oft mehr über ihre Herkunft als über ihre individuellen Positionen an. Wie sollten Kunstschaffende und Kunstvermittler mit diesem Phänomen umgehen?

 

Podiumsgespräch:
19. Mai 2006, 18 Uhr

ifa-Galerie Berlin
Linienstraße 139/140
10115 Berlin
Deutschland

 

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