Zinny & Maidagan in Gwangju

Sculpture Stage, Screen, Collagen: Die Werke von Dolores Zinny und Juan Maidagan in der Gwangju Biennale 2008.
Nov 2008

a. SCULPTURE STAGE
b. SCREEN: SPLITING FACADE
c. MODELS and COLLAGES
D for Depth / Debt
C for Confluence
SI for Simultaneous Inequity
Z for Zukunft / Future
A for Alphabet / Agglutination
M for Migration
R for Roads / Ruins
N for Nations / News / Nets
O for Occlusion
Oben aufgelistet ist das von Dolores Zinny und Juan Maidagan in der 7. Gwangju Biennale (2008) ausgestellte Ensemble, bestehend aus einer Bodenskulptur, ein Theatervorhang und eine Serie von Modellen und Collagen.

Mónica Amor schrieb: "Die Kooperation von Dolores Zinny und Juan Maidagan hat anfangs mit einer Praxis ortspezifischen Arbeitens zu tun, die in den letzten Jahren strukturell von der Dynamik der Gloablisierung und Dislokation abhing. Beide wurden in Rosario in Argentinien geboren, erfuhren ihre Ausbildung dort und in New York und leben derzeit in Berlin und sind in Europa aktiv. Die Art und Weise der Produktion und Zirkulation des Schaffens des Paares entspricht dem anderer Künstler. Wenn sie beauftragt werden, ein Projekt für einen spezifischen Raum in einer bestimmten Stadt zu produzieren, bleibt ihnen nicht anderes übrig, als dorthin zu reisen und auf die eine oder andere Weise auf die konkreten Bedingungen des Aufstellplatzes und/oder Ortes einzugehen." [1]

Sculpture Stage
Gestaltet wie eine Bühne für Aufführungen oder andere Aktivitäten. Ist als ein Ort gedacht, an dem verschiedene Diskurse, die in der Biennale eine Rolle spielen, zusammenkommen und sich überlagern. Diese Struktur in einem Zustand permanenten Erweiterns und Schrumpfens definiert eine flexible Beziehung zum umgebenden Raum.
Screen: Splitting Facade
Bezieht sich auf das Konzept der Fassade in der zeitgenössischen Architektur, die vor den eigentlichen Baukörper gehängt wird, weil sie keinen strukturellen Charakter hat und ihre Funktion darin besteht, ein Bild des Gebäudeinneren nach außen zu projizieren.
Modelle und Collagen
Diese zeigen die verschiedenen Etappen des Konstruktionsprozesses. Anhand der 4 Modelle wird nachvollziehbar, dass die gezeigte Version der Bodenskulptur nur eine von vielen Möglichkeiten ist. Die offene Serie von Collagen fungiert als ein Bedeutungsrahmen für die Skulptur: ihre Titel entsprechen den Initialen, die in jeder Collage erscheinen.
Wie in den ersten Werken von David Lamelas haben Dolores Zinny und Juan Maidagan "den architektonischen Bereich auf produktive Weise in Angriff genommen, um die Stabilität ihrer skulptural-architektonischen Interventionen aufzulösen und den Betrachter in einen Prozess der Resignifikation einzubinden, der (...) keine transparente Bedeutung vermittelt. Der künstlerische Bedeutungsträger präsentiert sich ganz im Gegenteil undurchsichtig, prekär, dysfunktional in Beziehung zu einem endgültigen Sinn. Mit anderen Worten gesagt, ihr Werk hängt stark von einer Poetik des Umfelds ab, die gelegentlich mit der Faszination der beiden für die Literatur u.a von Jorge Luis Borges und Bioy Casares in Zusammenhang gebracht wird." [2]

 

Anmerkungen:

  1. Mónica Amor: Desviaciones arquitectónicas y deslocalización subjetiva en la obra de Dolores Zinny y Juan Maidagan. In: La costa, el ataque, lo mismo. Seite 186. Katalog der gleichnamigen Ausstellung in der Sala Rekalde, Bilbao (Spanien), 8. Februar - 8. April 2007
  2. Dortselbst, Seite 187


(Aus dem Spanischen: Haupt & Binder)
UiU Magazin
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