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Vereinigte Arabische Emirate

Nationaler Pavillon der Vereinigten Arabischen Emirate

17. Internationale Architekturausstellung, La Biennale di Venezia

22. Mai - 21. November 2021

Kuratoren:
Wael Al Awar und Kenichi Teramoto

Kommissar:
Salama bint Hamdan Al Nahyan Foundation
Gefördert vom VAE Ministerium für Kultur und Jugend

Ort: Arsenale - Sale d'Armi
Siehe die Karte unten


Goldener Löwe für den besten Nationalen Pavillon

Am 30. August 2021 wurden die Vereinigten Arabischen Emirate mit dem Goldenen Löwen für den besten Nationalen Pavillon ausgezeichnet. "…für ein kühnes Experiment, das uns dazu anregt, über die Beziehung zwischen Abfall und Produktion sowohl auf lokaler als auch auf globaler Ebene nachzudenken, und das neue Möglichkeiten des Bauens zwischen Handwerk und Hochtechnologie eröffnet."

Architekt Wael Al Awar und Biennale Kurator Hashim Sarkis.
© Foto: Courtesy Nationaler Pavillon VAE


Wetland

Die 10. Teilnahme der Vereinigten Arabischen Emirate an den Internationalen Kunst- und Architekturausstellungen der Biennale di Venezia wird von den Architekten Wael Al Awar und Kenichi Teramoto kuratiert. In der Ausstellung Wetland (Feuchtgebiet) zeigen sie einen großformatigen Prototyp, der aus einem innovativen, umweltfreundlichen Zement aus recycelter Industrieabfall-Sole hergestellt wurde. Außerdem sind speziell für das Projekt in Auftrag gegebene Fotografien von Farah Al Qasimi zu sehen.

Der Prototyp auf Salzbasis ist außen 2,7 m hoch und 7 m x 5 m breit, wodurch innen ein begehbarer Raum von der Größe eines durchschnittlichen Zimmers, 2,5 m x 5 m entstand. Die Struktur besteht aus bis zu 3000 Modulen aus einem MgO-basierten Zement, der von den Kuratoren Wael Al Awar und Kenichi Teramoto in einem gemeinsamen Forschungsprozess entwickelt wurde.

Die Kuratoren arbeiteten mit Spezialisten des Amber Labs der New York University Abu Dhabi, des Fachbereichs für Biologie, Chemie und Umweltwissenschaften der American University of Sharjah sowie des Obuchi Labs und des Sato Labs der Universität Tokio zusammen, um die chemische Formel für den Zement zu entwickeln und mit Hilfe fortschrittlicher digitaler Technik eine tragfähige Struktur zu entwerfen, die vom Konzept der "zukünftigen vernakulären" Architektur inspiriert ist.

Pavillon der Vereinigten Arabischen Emirate: Ausstellung Wetland
© Foto: Andrea Avezzù. Courtesy: La Biennale di Venezia
Pavillon der Vereinigten Arabischen Emirate: Ausstellung Wetland
© Foto: Andrea Avezzù. Courtesy: La Biennale di Venezia
Pavillon der Vereinigten Arabischen Emirate: Ausstellung Wetland
© Foto: Andrea Avezzù. Courtesy: La Biennale di Venezia
Pavillon der Vereinigten Arabischen Emirate: Ausstellung Wetland
© Foto: Andrea Avezzù. Courtesy: La Biennale di Venezia
Pavillon der Vereinigten Arabischen Emirate: Ausstellung Wetland
© Foto: Andrea Avezzù. Courtesy: La Biennale di Venezia
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Website des Nationalen Pavillons der VAE


Wael Al Awar und Kenichi Teramoto, Architekten und Kuratoren des Pavillons, sagten: "Während unseres gemeinsamen Forschungsprozesses zur Entwicklung eines Baumaterials ohne die kritischen ökologischen Auswirkungen von Portlandzement haben wir uns auf eine ortsgebundene architektonische Praxis konzentriert, die eng mit den Ressourcen und der Umwelt der Golfregion verflochten ist. Unser MgO-Zement wird aus Salzsole hergestellt, die bei der industriellen Entsalzung anfällt - eine Ressource, die in den VAE im Überfluss vorhanden ist. Er hat die nötige Festigkeit und Haltbarkeit, um in der modernen Architektur in Standardziegelformen verwendet zu werden. Für diese Ausstellung haben wir uns jedoch von der traditionellen Architektur der VAE, den Häusern aus Korallensteinen, inspirieren lassen und Module in organischen, von Korallen inspirierten Formen mit der Hand gegossen. Auf diese Weise interpretieren wir moderne architektonische Prozesse neu und bewahren einen starken, poetischen Sinn für die Identität und Kultur der Region in der Struktur."

© Photo: Farah Al Qasimi

Kunstwerk von Farah al Qasimi. Bild: Courtesy Nationaler Pavillon VAE - La Biennale di Venezia

Der Prototyp ist mit Fotografien der Al Ruwais sabkha (Salzwüste) kombiniert, die von der in New York lebenden emiratischen Künstlerin Farah Al Qasimi aufgenommen wurden. Die Landschaftsfotos in ihrem typischen Stil zeigen das Spannungsfeld zwischen Urbanisierung und Natur in den Sabkha der VAE, die aufgrund ihrer Größe, kulturellen Bedeutung und ökologischen Komplexität zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurden.

Farah Al Qasimi sagte: "Die Szenerie der Sabkha stellt einen Moment des Konflikts und der Lösung dar. Auf und unter der Erde ist die Sabkha ein ruhiger Lebensraum mit vielen Schichten aus Wasser, Sand, Salz und Mikroorganismen, die sich in Harmonie entwickelt haben und ein empfindliches Ökosystem bilden, das mehr Kohlenstoff pro Quadratmeter absorbiert als der Regenwald. Doch direkt über diesem Naturphänomen verlaufen Hochspannungskabel, die zu riesigen Industrieanlagen in der Nähe führen und von denen ein ohrenbetäubendes elektrisches Summen ausgeht. Meine Fotos von diesem Ort fangen dieses Spannungsfeld zwischen Industrialisierung und Umwelt ein. Ich bin sehr stolz darauf, einen Beitrag zum Pavillon der VAE leisten zu können und mit einem kosmopolitischen Forschungsteam zusammenzuarbeiten, das die Vielfalt des Landes widerspiegelt."


Laila Binbrek, koordinierende Direktorin des Nationalen Pavillons der VAE - La Biennale di Venezia, sagte: "Die Eröffnung von Wetland markiert die zehnte Teilnahme der VAE an der Biennale Venedig und steht im inspirierenden Kontext des 50. Jahrestags der Gründung der Vereinigten Arabischen Emirate. Die Ausstellung präsentiert eine wahrhaft bahnbrechende potenzielle Lösung für das globale Problem des Klimawandels durch ein Projekt, das in unserer lokalen Geschichte, unserer Umwelt und unserer Gesellschaft verwurzelt ist - was das Engagement des nationalen Pavillons der VAE dafür widerspiegelt, die unerzählten Geschichten der VAE zu erzählen und gleichzeitig den globalen Dialog zu fördern. Die uralte Ökologie der Sabkha wird in Venedig durch Bilder von Farah Al Qasimi, einer der renommiertesten zeitgenössischen Künstlerinnen der VAE, zum Leben erweckt.


Zur Ausstellung gehört ein dreiminütiger Soundtrack, der die ökologische Geschichte der Sabkhas mit dem unterirdisch fließenden Wasser, dem Entsalzungsprozess, bei dem Sole entsteht, und der Forschungsreise der Ausstellung wiedergibt.

Eine begleitende Publikation mit dem Titel The Anatomy of Sabkhas, verfasst von den Stadtforschern Rashid und Ahmed bin Shabib und mitherausgegeben von Wael Al Awar und Kenichi Teramoto, untersucht die ökologische und sozioökonomische Bedeutung dieser Naturphänomene anhand von Fallstudien, persönlichen Essays und Fotografien im Detail. Ein Ergänzungsband, herausgegeben und verfasst von der mit dem Aga-Khan-Preis ausgezeichneten Architektin Marina Tabassum, beschreibt den Weg der Recherchen von Wael und Teramoto für die Ausstellung Wetland.

Wael Al Awar nimmt auch am Curators' Collective teil, einer Zusammenarbeit zwischen den Kuratoren vieler nationaler Pavillons auf der Biennale 2021. Während der langen Vorbereitungszeit für diese Edition haben sich die Kuratoren regelmäßig getroffen, um ein Manifest für die Zukunft der Architektur zu entwickeln, im Dialog Ideen zu entwickeln und neue Wege für eine verbesserte Zusammenarbeit bei der Plattform der Biennale zu suchen.


(Aus einer Pressemeldung, 28. April 2021
© Aus dem Englischen: Universes in Universe)

Der Nationale Pavillon der Vereinigten Arabischen Emirate wird von der Salama bint Hamdan Al Nahyan Foundation ausgerichtet und vom Ministerium für Kultur und Jugend der Vereinigten Arabischen Emirate unterstützt. Die VAE sind seit 2009 auf der Biennale Venedig vertreten, d.h. 2021 zum zehnten Mal insgesamt und zum vierten Mal auf der Internationalen Architekturausstellung.

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Offizielle Website:
nationalpavilionuae.org

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Presseanfragen:
+971 (0)2 499 1953
press(at)nationalpavilionuae.org

Aus Presseinformationen.
© Fotos: Courtesy Nationaler Pavillon VAE - La Biennale di Venezia
© Foto oben: Andrea Avezzù. Courtesy La Biennale di Venezia

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