Pavillon von Saudi-Arabien

16. Internationale Architekturausstellung, la Biennale di Venezia

26. Mai - 25. November 2018

Aussteller: Abdulrahman und Turki Gazzaz

Kuratorinnen: Dr. Sumayah Al-Solaiman und Jawaher Al Sudairy

Veranstalter: Misk Art Institute

Ort: Arsenale - Sale d'Armi
Siehe die Karte unten


Spaces in Between

Im Jahr 2018 nimmt Saudi-Arabien zum ersten Mal an der Internationalen Architekturausstellung der Biennale Venedig teil. Der erste Saudi-Pavillon mit einer großen Ausstellungsfläche im Arsenale wird vom Misk Art Institute organisiert. Die saudischen Aussteller, die Brüder Abdulrahman und Turki Gazzaz, stehen für eine junge Generation von Architekten ihres Landes. Sie wurden im Rahmen eines Wettbewerbs von einer Jury und den beiden Kuratorinnen des Pavillons, Dr. Sumayah Al-Solaiman und Jawaher Al Sudairy, aus über 70 Einreichungen ausgewählt.

Als Antwort auf das übergreifende Thema der Architekturbiennale 2018 Freespace wurde dem saudischen Pavillon der Titel Spaces in Between gegeben. Das Projekt erkundet neue Möglichkeiten der Nutzung von Zwischenräumen, um die Sozialisierung und den Aufbau von Gemeinschaften in den schnell wachsenden Städten Saudi-Arabiens zu fördern. In den letzten vier Jahrzehnten haben die saudischen Metropolen eine rasante Urbanisierung erfahren, wobei die Landflucht eine Ausdehnung der bebauten Gebiete vorantreibt. Siedlungsbedingtes Wachstum hat in vielen Fällen zu unzusammenhängenden, monofunktionalen, auto-abhängigen Stadtteilen geführt, die durch Autobahnen miteinander verbunden sind. Wegen dieser Fragmentierung liegen über 40 % des städtischen Bodens brach, und durch die großen Entfernungen zwischen den Wohnkomplexen erodieren soziale Bindungen und natürliche Ressourcen werden dezimiert. Dieser Zustand der Urbanisierung macht deutlich, welche Rolle das Design bei der Gestaltung des sozialen Lebens und beim Wiederaufbau der Gemeinschaft spielen kann. In den saudische Städte bemüht man sich darum, die Entwicklung nach innen zu lenken und leere Parzellen in gesellige öffentliche Räume umzuwandeln, die Fußgänger freundlich sind und menschliche Interaktion ermöglichen. Solche Entwicklungen verändern direkt die architektonische Landschaft der urbanen Zentren Saudi-Arabiens, da sich ikonische Strukturen auf der Skyline erheben.

"Die Ausstellung untersucht die sozialen Implikationen von Architektur. Die Architekten Abdulrahman und Turki Gazzaz nutzen diese Gelegenheit, um das Verhältnis zwischen Raum und Architektur zu untersuchen - in der Hoffnung, die Besucher in das Potenzial der Interaktion durch Neugestaltung einzubinden", sagt die Kuratorin Jawaher Al Sudairy.

Die gesamte Organisation des Pavillons steht unter der Leitung des Misk Art Institute. Ahmed Mater, der Exekutivdirektor, erklärt: "Unsere Teilnahme an der Internationalen Architekturausstellung der Biennale di Venezia ist ein beispielloser Moment für die kreative saudi-arabische Szene. Damit bietet sich eine Gelegenheit, fortschrittliches saudisches Denken durch unsere schöpferische Sprache auf eine internationale Plattform zu bringen. Auch angesichts einer unglaublich großen Pavillonfläche sind wir begeistert über unsere diesjährige Präsentation auf der Architekturbiennale, freuen uns aber auch auf die kommenden Jahre und künftigen Präsentationen und darauf, was sie aus unserer eigenen Gemeinschaft beziehen."

Als Teil von Saudi Vision 2030 (dem offiziellen Plan zur Diversifizierung der Wirtschaft des Königreichs und zur Entwicklung des öffentlichen Sektors) widmet sich das Misk Art Institute der Identifizierung und Stärkung kreativer Talente Saudi-Arabiens, in diesem Fall durch die Ernennung zweier saudischer Kuratorinnen und Architekten für den nationalen Pavillon: Dr. Sumayah Al-Solaiman und Jawaher Al Sudairy; Abdulrahman Gazzaz und Turki Gazzaz.



Veranstalter:
Misk Art Institute
7605 Abdullah Alsahmi Street
Riad, Saudi-Arabien
Website

Misk Art Institute folgen:
Facebook | Twitter | Instagram

Medienkontakt:
Valeria Mariani
press(at)miskartinstitute.org

Aus Presseinformationen. © Fotos: Courtesy Misk Art Institute
Pressemeldung

Zurück nach oben