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Biennale Venedig 2017

Biennale Venedig 2017

57. Internationale Kunstausstellung, la Biennale di Venezia


Tour: Zentrale Ausstellung

Viva Arte Viva

Christine Macel, die Kuratorin der 57. Internationalen Kunstausstellung, erläuterte ihr Projekt wie folgt:

Kunst legt heute angesichts weltweiter Konflikte und Verwerfungen Zeugnis vom wertvollsten Anteil dessen ab, was uns menschlich macht. Kunst bietet den ultimativen Austragungsort für Reflexionen, individuellen Ausdruck, Freiheit und zugleich für grundsätzliche Fragestellungen. (…) Mehr denn je erscheinen die Rolle, die Mitsprache und die Verantwortlichkeit der Künstlerinnen und Künstler im Zusammenhang zeitgenössischer Debatten als entscheidende Faktoren. Durch diese individuellen Einsätze gewinnt die Welt von morgen eine wenn auch sicherlich noch ungewisse Gestalt, für die Künstlerinnen und Künstler oft ein besseres Gespür bewiesen haben als andere.

Viva Arte Viva ist ein Ausrufezeichen, leidenschaftlich will sie die Kunst und die Situation des Künstlers / der Künstlerin ins Bewusstsein rufen. Viva Arte Viva ist eine Biennale, die mit den Künstlerinnen und Künstlern, durch sie und für sie geschaffen wurde, es geht ihr um die von ihnen vorgestellten Formen, die von ihnen aufgeworfenen Fragen, die von ihnen entwickelten Arbeitsweisen, die von ihnen gewählten Lebensformen.

Die neun Trans-Pavillons

Die Ausstellung im Arsenale und dem Zentralen Pavillon in den Giardini entfaltet sich organisch als eine Abfolge von Pavillons, die den Besuchern eine Reise von der Innerlichkeit zur Unendlichkeit bieten. Diese neun Trans-Pavillons führen Werke von Künstlerinnen und Künstlern verschiedener Generationen und Herkunft zusammen und folgen aufeinander wie die Kapitel eines Buches:

Der Pavillon der Künstler/innen und Bücher: Die materiellen und geistigen Welten der Künstler/innen kommen zur Entfaltung, insbesondere durch ihre Beziehung zum Buch, zum Text im weiteren Sinne, zur Erkenntnis, dem Leitmotiv zahlreicher Werke.

Der Pavillon der Freuden und Ängste beschwört die Beziehung des Subjekts zu seiner eigenen Existenz, seinen Gefühlen und Empfindungen, oder zu denen herauf, die es selbst erzeugt.

Der Pavillon der Gemeinschaft im Arsenale vereint Künstler, deren Werk sich mit dem Thema der gemeinschaftlichen Welt befasst, mit der Art, wie eine Gemeinschaft gebildet werden kann, die über Individualismus und Partikularinteressen hinausreicht, stellen diese doch im heutigen, von Sorgen gekennzeichneten Klima ein besonders bedrohliches Phänomen dar.

Der Pavillon der Erde erinnert gleichfalls an die Utopien, Beobachtungen und Träume, die sich um die Themen Umwelt, Planet Erde oder auch Welt der Tiere rankten.

Der Pavillon der Traditionen: Darin präsentiert sind Arbeiten von Kunstschaffenden, die sich nicht nur mit der jüngeren oder jüngsten Zeitgeschichte, sondern mit einer fernen Vergangenheit befassen, als wären sie von einer archäologischen Sehnsucht nach Ausgrabung, Neulektüre und Neuerfindung getrieben.

Im Pavillon der Schamanen positionieren sich mehrere Künstler in der Abstammungslinie der „Schamanenkünstler" bzw. derjenigen, die nach einem Wort Marcel Duchamps auch missionarisch tätig werden, beseelt von einer inneren Vision.

Der dionysische Pavillon feiert den weiblichen Körper und seine Sexualität, das Leben und die Lust mit Freude und Witz; in seinem Mittelpunkt stehen zahlreiche Werke von Künstlerinnen.

Der Pavillon der Farben ist eine Art „Feuerwerk", in dem alle Themen der voraufgehenden Pavillons am Ende des Parcours des Arsenals zueinander finden; eine geradezu betörende Erfahrung, die dem letzten Kapitel vorangeht.

Der Pavillon der Zeit und der Unendlichkeit: Im letzten Kapitel taucht der Begriff der Zeit mit einer neuen metaphysischen Qualität auf: inmitten an Borges erinnernder Labyrinthe, der Spekulationen über eine in der Gegenwart enthaltene Zukunft oder über eine ideale Unendlichkeit.

Details zu jedem Kapitel:
komplettes Statement von Macel


Spezielle Features von UiU:


Weitere visuelle Touren

Informative Fototouren einer Auswahl von nationalen Pavillons und parallelen Ausstellungen in der Stadt

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Auszeichnungen der 57. Internationalen Kunstausstellung:

Goldener Löwe für den besten Nationalen Pavillon:
Deutschland, Anne Imhof

Spezielle Erwähnung für einen Nationalen Pavillon:
Brasilien, Cinthia Marcelle

Goldener Löwe für den besten Künstler in der Internationalen Ausstellung Viva Arte Viva:
Franz Erhard Walther (* 1939 Deutschland)

Silberner Löwe für einen vielversprechenden jungen Künstler:
Hassan Khan (* 1975 Vereinigtes Königreich)

Spezielle Erwähnungen:
Charles Atlas (* 1949 USA)
Petrit Halilaj (* 1986 Kosovo)

Goldener Löwe für das Lebenswerk:
Carolee Schneemann


Jury der 57. Internationalen Kunstausstellung:
Manuel J. Borja-Villel (Präsident der Jury, Spanien)
Francesca Alfano Miglietti (Italien)
Amy Cheng (Taiwan)
Ntone Edjabe (Kamerun)
Mark Godfrey (Großbritannien)


Veranstalter, Kontakt:
La Biennale di Venezia
Art and Architecture
Ca' Giustinian
San Marco 1364/A
30124 Venezia, Italien
Website | Email

Pressebüro Visuelle Kunst:
infoartivisive(at)labiennale.org
Tel.: +39 41 - 5218849 / 846 / 716


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