Wadi Farasa

Wadi Farasa

Vom Hohen Opferplatz geht man an den Ruinen der Kreuzritterburg vorbei zu einem steilen Treppenweg und steigt hinab in den östlichen Teil des Wadi Farasa, eine der idyllischsten Gegenden Petras mit einem faszinierenden archäologischen Komplex, zu dem die wohl prachtvollste bunte Totenmahlkammer der antiken Stadt gehört. Dabei passiert man u.a. ein 4,5 m langes und 2,5 m hohes Löwenrelief, aus dessen Maul dereinst ein Wasserstrahl sprudelte.

Unten angekommen steht man vor einem erhöhten Blockgrab, neben dem vielfarbig gemusterte Felswände, schön wie abstrakte Gemälde, den Blick fesseln. Von hier aus eröffnet sich eine weite Sicht auf die malerische Schlucht mit dem Säulenportal des sogenannten Gartengrabes so ziemlich in der Mitte. Hinter diesem befinden sich das Grab des römischen Soldaten und der bunte Saal.

Das Wadi Farasa Ost mit dem archäologischen Komplex des Soldatengrabes, entstanden im 1. Jahrhundert und im 2. Jahrhundert unter römischer Herrschaft erweitert, ist das "Ergebnis einer sehr gut organisierten Stadtplanung der nabatäischen Autoritäten. In diesem Gebiet existierten Einrichtungen für religiöse Zwecke - wie Kultschreine - und für das Wohnen - wie in die Felsen gehauene Wohnhölen - zusammen mit Grabdenkmälern, eingebettet in eine blühende Natur, wodurch eine Art Utopia oder Paradeisos entstand, Formen eines besseren Lebens, die in der antiken Literatur intensiv erörtert worden sind."
(Zitat aus: The International Wadi al-Farasa Project, AUAC, Schweiz. Aus dem Englischen: Haupt & Binder)


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