Großer Tempel

Großer Tempel

Durch die Mitte der antiken Stadt zieht sich eine breite Säulenstraße. Sie wurde gegen Ende des ersten Jahrhunderts u.Z., also in spätnabatäischer Zeit, anstelle eines früheren Weges angelegt und beginnt dort, wo das Wadi Mataha auf das Wadi Musa trifft und heute die Ruinen des Nymphäums (öffentlicher Brunnen) zu sehen sind. Das Zentrum der Macht und des religiösen Kultes sowie die Märkte und Wohnviertel mit einfachen Stein- und Lehmhäusern befanden sich auf den Hügeln beiderseits dieser zentralen Hauptstraße.

Der Große Tempel, errichtet ab dem Ende des 1. Jahrhunderts v.u.Z. und erweitert in den ersten 100 Jahren u.Z., ist der größte architektonische Komplex im Stadtzentrum von Petra. Sein Areal von über 7500 m2 Grundfläche zieht sich südlich der Säulenstraße den Hügel hinauf. Über eine monumentale Treppe gelangte man auf einen weiten heiligen Platz (den Unteren Temenos), gepfastert mit hexagonalen Steinen und auf beiden Seiten von Dreifach-Kollonaden begrenzt. Auf der Ost- und der Westseite führen Treppen zum Oberen Temenos - dem eigentlichen Tempel mit einer viersäuligen Fassade. Ungewöhnlich ist die Einbeziehung eines Theatron in den heiligen Bereich. Es hatte 13 Sitzreihen und Platz für bis zu 600 Personen und war möglicherweise so etwas wie ein Ratssaal.

Zwischen dem Großen Tempel und Qasr Bint wurde ein nabatäisches Badehaus ausgegraben, das wohl rituellen Reinigungszeremonien diente.

 


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