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Ad Deir (Kloster)

Ad Deir (Kloster)

Nach dem Aufstieg - üblicherweise auf dem Prozessionsweg vom antiken Stadtzentrum aus (siehe aber auch: Petra durch die Hintertür) - gelangt man auf ein weitläufiges Plateau, das von der monumentalen Fassade des Ad Deir beherrscht wird. Am schönsten ist sie im milden Licht des späteren Nachmittags. Man sollte allerdings nicht zu spät ankommen, denn in dem Areal gibt es zahlreiche Felsräume, Kultnischen, Opferplätze, Zisternen etc. zu sehen (über 100 Monumente wurden gezählt), und von den Felsen am steilen Westabhang hat man großartige Ausblicke auf die Berglandschaft und das 1000 m tiefer gelegenen Wadi Araba.

Die arabische Bezeichnung "Ad Deir" (das Kloster) gaben einheimische Beduinen dem Ort wegen der in die Rückwand des Innenraums geritzten Kreuze, die von einer christlichen Nutzung in byzantinischer Zeit stammen. Die 47 m breite und 48 m hohe Fassade und die dahinter liegende Halle sind um die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. aus dem Berg gehauen worden.

Der obere Teil mit dem gesprengten (offenen) Giebel, in dessen Mitte eine Tholos (Rundtempel) mit Urne steht, folgt dem Vorbild der Khazneh (Schatzhaus). Doch da es im Innern keine Grabstätten gibt, kann Ad Deir kein Mausoleum gewesen sein. In der erhöhten Nische der Rückwand fand man die Spuren eines später entfernten Betyls und auf beiden Seiten der Felshalle flache breite Bänke, was auf eine Kultstätte schließen lässt. Möglicherweise huldigte hier eine reiche Bruderschaft mit ihren Symposien (rituelles Festmahl) dem nach seinem Tod als Gott verehrten nabatäische König Obodas I. (regierte ca. 96 - 85 v.u.Z.). Diese Vermutung beruht auf einer Inschrift in der Nähe von Ad Deir: "Lasst uns ‘Ubaydu, Sohn des Waqihel, und seinen Gefolgsleuten im Symposium Obodas, des Gottes, gedenken". (Aus Taylor, S. 99)

Mehr Informationen zu Ad Deir und weiteren Monumenten auf den Bildseiten.

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