Ad Deir

Ad Deir (Kloster)

Selbst wenn man nur einen Tag für den Besuch Petras hat, sollte man Ad Deir, das Kloster, nicht verpassen. Dort kann sich die besondere Faszination wiederholen, die man erlebt, wenn man aus dem dunklen Siq tritt und plötzlich so nah vor dem monumentalen Schatzhaus steht. Das Kloster hingegen erhebt sich auf einem weiten Plateau inmitten einer atemberaubenden Landschaft.

Zu Ad Deir führt ein vierzigminütiger Aufstieg von 1,6 km Länge mit einem Höhenunterschied von 190 m, der einer alten Prozessionsroute folgt und etwas Ausdauer erfordert. Schon der Weg an sich ist interessant, denn man geht an archäologischen Zeugnissen vorbei und hat immer wieder großartige Ausblicke auf das Tal und die Berge. Steht man dann vor dem Kloster, vorzugsweise im milden Licht des Spätnachmittags, ist das ein unvergesslicher Moment.

Der Name Ad Deir, "das Kloster" in Arabisch, bezieht sich auf engravierte Kreuze im Innenraum, die von einer Nutzung als Kirche in byzantinischer Zeit stammen. Mit etwa 50 m Breite und etwa 40 m Höhe ist die Fassade wahrhaft monumental. Die obere Ordnung ähnelt Al Khazne (Schatzhaus), indem innerhalb eines gesprengten Giebels ein Tholos mit einer Urne auf der Spitze erscheint. Ein Unterschied besteht darin, dass es sich hier nicht um ein Mausoleum handelt, sondern um einen Tempel, möglicherweise Obodas I. gewidmet (regierte ca. 96 - 85 v.u.Z.), der wie bei nabatäischen Königen üblich nach seinem Tode vergöttlicht wurde. Ad Deir ist eines der beeindruckendsten Beispiele für die nabatäische Interpretation hellenistischer Architektur.

 


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