Petra, die antike Metropole der Nabatäer, bietet eine solche Fülle an Sehenswürdigkeiten, dass ein mehrtägiger Besuch zu empfehlen ist. Auf Wanderungen durch Täler und über Berge begegnet man in atemberaubender Natur einzigartigen archäologischen Zeugnissen.

Diese informative Fototour in 15 Kapiteln zeigt etwas von dem überwältigenden Reichtum an Kunst, Kulturgeschichte und Naturschönheiten. Interaktive Karten helfen bei der Orientierung.

Petra (Fels) ist die griechische Bezeichnung eines Rückzugsorts der Nabatäer, den diese selbst Raqmu nannten. Zur Herkunft des nordarabischen Volkes gibt es unterschiedliche Theorien, eine erste historisch belegte Erwähnung bezieht sich auf Ereignisse im Jahr 311 v.Chr.. Petra/Raqmu liegt auf halbem Weg zwischen dem Golf von Akaba und dem Toten Meer in einem weiten Talkessel, umgeben von schützenden Felsmassiven.

Zunächst diente Petra den nomadischen Händlern und Viehzüchtern als saisonales Zeltlager. Im Laufe des 2. Jahrhunderts v.u.Z. erfolgte die Entwicklung zur Sesshaftigkeit, und Petra wurde zur Hauptstadt des Königreichs des Nabatäer am Knotenpunkt wichtiger Karawanenrouten. Deren legendärer Reichtum beruhte auf dem Handel mit Weihrauch, Myrrhe, Gewürzen und dem Verkauf von Asphalt aus dem Toten Meer.

Die meisten Felsengräber mit monumentalen Fassaden entstanden ab dem Ende des 1. Jahrhunderts v.u.Z., vor allem aber in der Blütezeit Petras in den ersten Dekaden nach der Zeitenwende. Das Nabatäerreich verlor seine Eigenständigkeit, als es von den Römern erobert und 106 n. Chr. in die römische Provincia Arabia eingegliedert wurde. Das letzte historische Zeugnis der nabatäischen Zivilisation ist eine Inschrift aus dem Jahr 328 n. Chr..

Ein verheerendes Erdbeben richtete 363 u.Z. schwere Zerstörungen in Petra an, doch auch danach blieb die Stadt bewohnt, bis sie nach dem 12. Jahrhundert in Vergessenheit geriet. Ihre "Entdeckung" für die neuzeitliche Forschung begann 1812 mit dem heimlichen Besuch des Schweizers Johann Ludwig Burckhardt. Wegen ihrer historischen Bedeutung und der einzigartigen archäologischen Schätze ist Petra 1985 von der UNESCO zum Welterbe der Menscheit erklärt worden.

Nach dem beeindruckenden Weg durch den Siq, eine 1,2 km lange Schlucht mit bis zu 80 m hohen Steilwänden, ist das weithin bekannte Schatzhaus des Pharao der imposante Auftakt eines riesigen Areals. In den Fels gemeißelte Grabstätten, Ruinen von Tempeln, Kirchen und Kreuzfahrerburgen, ausgeklügelte Bewässerungssysteme und vieles mehr zeugen von der Abfolge und Vermischung der verschiedenen Epochen, von prähistorischer Zeit bis ins Mittelalter.


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