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Burg Kerak

Karak Castle

Die berühmte Kreuzritterfestung Kerak (oder Karak), die später in Besitz der Mamluken war, ist ein beeindruckendes Beispiel der Militärarchitektur. Sie wurde auf einem steilen Hügel erbaut, der durch einen tiefen Graben gesichert ist.

Der Ort war um das 9. Jahrhundert v. Chr. eine der Hauptsiedlungen des alten Königreichs Moab. Im Alten Testament steht, wie der König von Israel und seine Verbündeten Kir Moab (oder Kir Heres) belagerten, wie Karak damals genannt wurde, aber durch die Opferung seines erstgeborenen Sohnes verhinderte König Mesha die drohende Niederlage. Nach der nabatäischen Herrschaft im ersten Jahrhundert n. Chr. wurde die Stadt im römischen Arabien zu einem regionalen Zentrum (unter dem Namen Characmoba) und in byzantinischer Zeit zu einem Bischofssitz. Auf der Mosaikkarte in Madaba ist Kerak als von einer Mauer umgebenen Stadt dargestellt.

Die imposante Burg, die heute von den Besuchern besichtigt werden kann, wurde Mitte des 12. Jahrhunderts für die Kreuzritter erbaut und war die Basis für die unbarmherzigen und grausamen Feldzüge des Fürsten Raynald von Châtillon. Karak hielt mehreren muslimischen Belagerungen stand, fiel aber 1187 schließlich in die Hände von Saladin. Als die Burg ab 1264 unter die Herrschaft des Mamluken-Sultans Baibars geriet, wurde sie grundlegend erneuert und durch stärkere Befestigungsanlagen und solche Anbauten wie den Wehrturm im Norden erweitert.

Der Gebäudekomplex

Die Burg Kerak ist ein großer keilförmiger Gebäudekomplex von etwa 220 m Länge, 125 m Breite am nördlichen Ende und 40 m Breite am südlichen Ende.

Die beiden Hauptbauphasen fanden unter der Herrschaft der Kreuzritter (1142 - 1188 n. Chr.) und der Mamluken (1263 - 1517 n. Chr.) statt. Das Mauerwerk der Kreuzfahrerzeit besteht aus grob geschnittenem, dunklem Gesteinsmaterial der Umgebung. Die ayyubidisch-mamlukischen Baumeister verwendeten einen grau-gelblichen Kalkstein aus einem weiter entfernten Steinbruch, der in rechteckige Blöcke geschnitten wurde. Anhand dieser Farben sind die nördlichen und östlichen Teile des Komplexes als Kreuzritterbau und der Bergfried und die befestigte Residenz im Süden sowie der untere Burghof im Westen als ayyubidisch-mamlukisch zu erkennen, obwohl auch sie teilweise auf Fundamenten aus der Kreuzritterzeit stehen.

Die massive Nordfront wird durch zwei Ecktürme verstärkt. Links neben dem modernen Besuchereingang befindet sich das ursprüngliche Hinter- oder Nebentor, das zwischen Turm und Wand versteckt ist und früher über eine Holzbrücke über den Nordgraben zugänglich war.

Auf der Ostseite gibt es vier Türme, und ein steiler Hang aus Mauerwerk oder Erdaufschüttungen verläuft unten an der Außenwand von der Mitte der Ostfront nach Süden.

Die Burg wurde auf zwei Ebenen errichtet, die durch eine Innenmauer getrennt sind. Auf dem oberen Hof befinden sich die Hauptgebäude wie die Kreuzfahrerkirche und der Bergfried, Palast und die Moschee des mamlukischen Baus. Der untere Burghof mit einer Reihe von unterirdischen Gängen scheint hauptsächlich der Lagerung und Verteidigung gedient zu haben. Der monumentale Eingang auf der Westseite aus der Mamluken-Zeit ist nur von außerhalb der Burg zu erkennen. Eine Galerie beherbergt das Archäologische Museum.


Burg Kerak und Museum
über den King's Highway
etwa 125 km südlich von Amman,
90 km südlich von Madaba

Öffnungszeiten:
Sommer: 8 - 18:30 Uhr
April - Mai: 8 - 17:30 Uhr
November - April: 8 - 16 Uhr
Ramadan: 8 - 15:30 Uhr

© Die Texte und Fotos sind urheberrechtlich geschützt.
Zusammenstellung der Informationen, redaktionelle Bearbeitung, Übersetzungen, alle Fotos: Universes in Universe
© Foto oben: Berthold Werner, via Wikimedia Commons


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