Kirche des Bischofs Isaias

1983 entdeckt, eine von 23 byzantinischen Kirchen, die es in der antiken Stadt gab. Einer Mosaikinschrift zufolge wurde die Kirche 558/559 n. Chr. zur Zeit des Bischofs Jesaja erbaut. Wie bei anderen Gebäuden jener Epoche ist dafür Material aus früheren römischen Bauten verwendet worden. Die drei Schiffe der Kirche sind durch Reihen von ionischen Säulen getrennt, die wahrscheinlich vom Nord-Decumanus stammen. Von dem aufwendigen Mosaikboden ist bemerkenswert viel erhalten geblieben. Leider wurden aber beim Bildersturm des 8. Jahrhunderts die meisten Tier- und Menschenfiguren zerstört.

Im Westen gab es vor den drei Eingängen ein Atrium. Diese Türen wurden später blockiert und der Haupteingang auf die Südseite der Kirche verlegt, wo es einen weiteren Hof mit Säulengängen gab. Die Kanzel und der Chor, die zum Zeitpunkt der Ausgrabung teilweise erhalten waren, sind nicht restauriert worden.

Wie die meisten Kirchen in Gerasa wurde auch diese während der Umayyadenzeit (661 - 750 n. Chr.) weiterhin von einer christlichen Gemeinde genutzt. Anscheinend sind noch kurz vor der Zerstörung der Stadt durch das verheerende Erdbeben 749 n. Chr. Reparaturarbeiten an den Wänden und am Dach ausgeführt worden.
(Aus Informationen am Ort. Aus dem Englischen: Universes in Universe)

© Foto: Haupt & Binder

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