Qasr al-Hallabat

Qasr al-Hallabat

An der Stelle des Qasr al-Hallabat stand ursprünglich ein römisches Fort, erbaut ab dem Anfang des 2. Jahrhunderts u.Z. auf einem früheren nabatäischen Außenposten als Teil des Limes Arabicus (der arabischen Grenze). Es wurde im 4. Jahrhundert ausgebaut, dann verlassen und durch das Erdbeben von 551 schwer beschädigt. Danach ist es von den Ghassaniden in ein Kloster und einen Palast umgewandelt worden, wozu man ältere schwarze Basaltsblöcke nutzte, um die römischen Überreste zu erweitern.

Der umayyadische Kalif Hisham (regierte 724-743) befahl den Abriss der existierenden Bauten und die Umwandlung der Stätte in einen der größten umayyadischen Wüstenkomplexe. Der Hauptpalast ist aus schwarzem Basalt und Kalkstein erbaut worden und hat einen fast quadratischen Grundriss von 42 x 43 m sowie Türme an jeder Ecke. Die wichtigsten Gebäude sind mit dekorativen Tier-Mosaiken, detailreichen Freskos und aufwendigen Stuckarbeiten verschönert worden. Zur umayyadischen Erweiterung gehören eine Moschee, ein Wassersystem mit fünf Zisternen und einem großen Wasserreservoir sowie ein Badehaus. Westlich des Palastes ist eine geschlossene Struktur erhalten, die möglicherweise landwirtschaftlichen Zwecken diente. Im Jahr 749 wurde der Ort zerstört und verlassen.

Restaurierung, griechische Inschriften

Restaurierung, griechische Inschriften

Von 2002 bis 2013 hat die Spanische Archäologische Mission in Jordanien unter der Leitung von Dr. Ignacio Arce lange andauernde Ausgrabungen, Restaurierungsarbeiten und ein Musealisierungsprojekt durchgeführt. Ein Bestandteil davon war die systematische Sammlung aller verbliebenen Steinblöcke mit Inschriften, die eine sehr spezielle Attraktion von Qasr Al Hallabat sind. Sie enthalten einen Gesetzestext für die Militärverwaltung der östlichen Grenze des Byzantinischen Reiches, erlassen vom kaiserlichen Hof in Konstantinopel in der Regierungszeit von Kaiser Anastasius I (491 - 518 AD). Die griechischen Inschriften von mehr als 300 Zeilen und etwa 70 Kapiteln sind in 160 Basaltsblöcke eingraviert worden. In späteren Bauperioden sind sie an verschiedenen Stellen eingemauert worden. Ein Satz exakter Kopien wird im Lapidarium des Museums von Qasr al-Hallabat gezeigt.

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Qasr al-Hallabat
Östliche Wüste – Gouvernement Az Zarqa,
in der Nähe der Fernstraße 30/35M,
etwa 50 km vom Zentrum Ammans,
und 65 km von Qasr al-Azraq

Öffnungszeiten:
Mai - September 8 - 18 Uhr
Oktober - April 8 - 16 Uhr

Etwa 260 km lange Rundfahrt durch die Wüstenlandschaft östlich von Amman zu umayyadischen Palästen, Badehäusern und Jagdschlössern.

Empfehlungen für Kulturreisende: zeitgenössische Kunst, Kunstgeschichte, Architektur, Design, kulturelles Erbe

Web-Guide: informative Fototouren mit interaktiven Karten; spezielle Präsentationen von Institutionen, Orten, Events.

Jordan Tourism BoardIn Kooperation mit dem
Jordan Tourism Board

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