Basílica Nuestra Señora del Pilar
und Claustros del Pilar

Anfang des 18. Jahrhunderts erhielt Hauptmann Fernando de Valdez e Inclán in Buenos Aires die Nachricht von der schweren Erkrankung seiner Mutter in Spanien. Er gelobte, der Virgen del Pilar (Unsere Frau auf dem Pfeiler, Schutzheilige von Zaragoza) ein Stück Land zu schenken, wenn seine Mutter wieder gesund würde, was auch geschah. Deshalb überließ er dem aus Zaragoza stammenden Juan de Narbona den höchstgelegenen Teil eines Grundstücks, das seine Ehefrau geerbt hatte. Narbona stiftete das Geld für den Bau eines der Virgen del Pilar gewidmeten Klosters der Recoletos Descalzos (barfüßige Bettelmönche des Franziskanerordens).

Das erste kleine Kloster mit Kirche an diesem Ort außerhalb des damaligen Stadtgebiets von Buenos Aires entstand 1715 bis 1718. An dessen Stelle ist nach Entwürfen der Jesuitenarchitekten Bianqui und Prímoli der größere Bau errichtet worden, eingeweiht am 12. Oktober 1732.

Nach der Vertreibung der Mönche 1822 infolge einer allgemeinen Kirchenreform blieb die Kirche jahrelang ungenutzt, bis sie mit Gründung der Pfarrgemeinde del Pilar im November 1829 zu deren Sitz wurde. Das Kloster diente ab 1834 als Asyl für Bettler und später für alte Menschen.

1936 erhob Papst Pius XI. die Iglesia de Nuestra Señora del Pilar in den Status einer Basilika. 1942 ist das gesamte architektonische Ensemble zum Nationalen Geschichtsdenkmal erklärt worden.

Seit 1997 sind die sogenannten Claustros del Pilar, ein Gebäudetrakt links neben der Kirche, dessen ursprüngliche Nutzung nicht ganz klar ist, der Öffentlichkeit als Museum für koloniale und religiöse Kunst zugänglich. Auf drei Ebenen werden Gemälde, Schnitzereien, Silberschmiedekunst, Bücher, Möbel, liturgische Kleidung etc. vom 14. bis 19. Jahrhundert gezeigt. Aus einem der oberen Räume hat man einen hervorragenden Blick auf den angrenzenden Friedhof La Recoleta.

(© Text: Universes in Universe)


Basílica Nuestra Señora del Pilar
Junín 1904
La Recoleta
Buenos Aires
Argentinien
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